Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Raffination der Speiseöle
✍ Scribed by Gupta, A. K. Sen
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1986
- Weight
- 788 KB
- Volume
- 88
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Die Voraussetzungen der physikalischenRaffinationvonSpeiseolen werden durchleuchtet. h e Hauptxoraussetzung ist die weitgehende Entfernung von Phospholipiden, Lipoproteinen, freien und gebundenen Kohlehydraten, Schwermetallspuren und organischen Farbstoffen. Mit diesem Hintergrund werden saure Entschleimungwerfahren wie Super-Degumming, Special-Degumming sowie daa Alcon-Verfahren auf ihren Mechanismus und Wirksamkeit untersucht. Dariiber himus wird das Verfahren der Ultrafiltration von Speisetihiscella als eine wue Rafhationsmethcde vorgestellt, die die Voraussetzungen der physikalischen Raffination sehr gut elfiillt. Dieses Verfahrennutzt das Rinzipder Umkehrosmaseausund trennt die Phospholipide und zahlreiche andere, in Rohmiscella vorkommende Verunreinigungen des &sineinemeinzigenVerfahrensscluitt ab.Das Prinzip dieses Verfaluem und die Variationsmogiichkeiten dieses Verfahrens werden erlautert.
Die physikalische Raf€ination von Speiseolen ist kein so neuer Begriff mehr, und es ist bekannt, daS dieses Verfahren mit Pahol seinen ersten Durchbruch emielte. Denno& ist dieses Verfahren interessant und zugleich problematisch genug, einmal genau unter die Lupe genommen zu werden. Welche Motivation gibt es fiir die physikalische Raffination? Welche produktspezihchen Voraussetzungen miissen erfillt sein, damit sich eine physikalische Rahation erfolgreich durchfiihren l a t ? Welche Konsequenzen konnen hieraus gemgen werden? Im VerIaufe unserer Beschiiftigung mit diesen drei Fragen werden wir auf drei neue Verfahren sto-Ben, von denen zwei bereits als produktionsreifes Verfahren ihren Eingang in die F a b W e n gehalten haben, wiilmnd das dritte im PilotmaDstab w e i t e d .
Bei Neuentwicklungen konnte man davon ausgehen, daB der Chemiker d u d seine Analysen dem Verfahrenstechniker deutlich macht, welche Stoffe aus dem Rohol entfernt werden miissen und welche Stoffe im Rafbat erhalten bleiben sollen, so dal3 der Verfahrenstechniker Verfahrenswege ausarbeitet, diese Vorgaben des Chemikers zu erfiillen. Danach entsteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Verfahrensteddker und dem Anlagenbaueq das neu ausge-arbeiteteVerfahrenauchwirtschaftlichundsicherzu realisieren.
Nach einer kunen Darstellung der gegenwiirtigen Praxis der Raffination werden wir uns mit den Neuentwicklungen beschiiftigen. Wir nehmen Sojaijl vorerst als Beispiel, spiiter wollen wir andere Ole auch untersuchen.
Soja61,das man heutzutage durch direkte Extdtion ohne Vorpressung gewinnt, wird in den meisten Rafkerien in 4 Stufen raffiniert: Die Entlecithinierung (die hiiu@ auch bereits in den Olmiihlen zwecks Lecithingewinnung durchgefiihrt wird), die alkalische Behandlung (die nicht nur eine Neutdsation bewirkt), die Bleichung (die ebenfalls nicht nur die farbliche Aufhellung zustandebringt) und zuletzt die Desodorierung. Die Motivation der physikalischen RatTimtion ist einfach der Wunsch, die alkalische Behandlung zu umgehen, weil die alkalische Raffination Neutdolverlust und die problematische Seifenlbng und deren Beseitigung mit sich bringt. Auch die Bleichung ist heute nicht mehr geme gesehen, weil auch hier Neutdolverlust und das Problem der Beseitigung der Bleicherde entstehen. So m a t e man ein Verfahren haben, das es erlaubt, das 0 1
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