Neuere Arbeiten über die biologische Selbstreinigung kleinerer Wasserbecken (besonders von Aquarien) und über verwandte Fragen. Kritisches Sammelreferat, zugleich III, Bericht über wissenschaftliche Ergebnisse der Aquarienkunde.
✍ Scribed by Dr. Max Wolff
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1909
- Tongue
- English
- Weight
- 657 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-2944
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✦ Synopsis
Unsere Kenntnis der in den Wasserbecken vor sich gehender Selbstreinigungsprozesse hat eine kurze Geschichte, selbst wenn wir die ersten Arbeiten mitrechnen, die jedoch von der irrigen Voraussetzung ausgingen , daB ausschlieBlich chemisch-physikalische Faktoren die Reinigung der Gewasser von Faulnisstoffen bewirkten. Hierlier gehort der Bericht der Royal Commission on Rivers Pollution (1868-1874).') Im wesentlichen sehen diese Untersuchungen den SelbstreiniguiigsprozeD als einen mechanischen Klarungsvorgang,durch Sedimentation -. an. Spatere Untersuchungen (des Seinewassers unterhalb Paris) fuhrten die Selbstreinigung, die durch das Wiederauftreten eines normalen Pflanzenwuchses inarkiert war, auf chemische Umsetzungen zuriick, welche hauptsachlich auf der Einwirkung des Luftsauerstoffs beruhen sollten. Mitte der sechziger Jahre hatte P a s t e u r den Nachweis gefuhrt, daB manche Oxydations-und Reduktionserscheinungen im Stoffwechsel von Mikroorganismen ihre Ursache haben. A l e x a n d e r M u l l e r , seit 1869 mit Untersuchungen uber die Selbstreinigung von Abwassern beschaftigt (Berliner Schwemmkanalisation), sprach 1877 seine Uberzeugung aus, dafi die Selbstreinigung der durch Spuljauche verunreinigten Fliisse weniger durch chemisch-molekulare Prozesse , als durch Tiere und Pflanzen bedingt werde. Dieser Satz hat durch zahlreiche Arbeiten, die sich auf die moderne bakteriologische Untersuchungstechnik und die vertiefte Kenntnis der gesamten Pilzflora der Gewasser (besonders gewisser , den l) Pg1. Bericht I (Okologie mitteleuropiischer Pische) Bd. I, S. 481 und I1 (Fiseh-*) Zitiert nach L a f a r , Handbuch d. techn. Mykologie, Bd. 111, G. Fischer, Jena krankheiten), Bd. I, S. 883.