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Neue Methoden zur Peptidsynthese, II. Mitteil.: Die Anwendung von Alkyl- und Aralkyl-mercapto-formyl-Abkömmlingen

✍ Scribed by Kollonitsch, János ;Gábor, Valéria ;Hajós, Andor


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1956
Tongue
English
Weight
650 KB
Volume
89
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Kollonitsch, Qcibor, H a j 6 s 2293 326. JBnos Kollbnitsch, V a l h i a G i b o r und Andor Hsj6s: Neue Methoden zur Peptidsynthese, 11. MitteilP: Die Anwendung von Alkylund Aralkyl-mercapto-iormyl-Abkommlingenz) [Aus dem Forschungsimtitut fiir die Pharmazeutische Jndustrie, Budapest] (Eingegangen am 8. Mai 1956) Urn die mit der Verwendung der Phenylmercapto-formyl-Gruppe zu Peptidsynthesen verbundcnen Nachteile zu vermeiden, haben wir die Anwendung von Alkyl-und Aralkyl-mercepto-formyl-Gruppen untersucht. Von diesen haben sich die Benzyl-und Butyl-Abkommlinge am besten bewiihrt. Mehrere dieser neuen Abkommlinge und ihr Abbau mit Benzopedure zu den entsprechenden Peptiden werden beschrieben. Wie wir mitgeteilt habenl), ermoglicht der Schutz der Aminogruppe der acylierenden Komponente durch Phenylmercaptoformyl (PhMF) eine neue Peptidsynthese, welche jedoch besonders beim Aufbau komplizierter Peptide zahlreiche Mange1 aufweist. So Bind mit PhMF-Chlorid nur die Aminosiiureester, nicht aber, die Aminosauren bzw. ihre Anionen acylierbar. Diese reagieren nach den b'ntersuchungen von W. H. Schuller und C. Niemann*) sowie D. G. Crosby und C. Niema.nn4) mit PLMF-Chlorid in wiiSrig alkalischer Losung in folgender Weise : XH,.CHR.COO~ OH0 C,H, * S . COCl -(C,H,-S.CO.NH-CHR.COO~ ) NH,.CHR.COO~ -+ .~ OH3 OC(NH*CHR.COOe), + C,H,SH Die C!H5-S .CO-Gruppe, welche auch als gemischte Anhydrid-Gruppe aus dem ziemlich sauren Thiophenol und der Carbamidsiiure aufgefast werden kann, wirkt unter diesen Bedingungen als Acylierungsmittel. Die N-PhMF-Aminosauren sind daher nur uber die Aminosiiureester herstellbar, und die Umwandlung einer Aminosiiure in die N-PhMF-Aminosiiure erfordert vier Schritte. Deshalb haben wir nach e;iinstigeren Acylierungsmitteln gesucht und unsere Aufmerksamkeit auf solche Mercaptoformyl-Abkonimlinge gerichtet, bei welchen das Thiophenol durch einen schwacher s a w n mol-Abkommling ersetzt ist. Dementsprechend erhielten wir bei der Umsetzung der auB Methylbzw. Athylmercaptan und Phosgen erhdtlichen ThiokohlensLiure-S-methyl-5, bxw. -athyl6)-ester-chloride (Methyl-bzw. &,hylmercapto-formyl-chlorid = MMFbzw. &KF-Chlorid) mit Glycin in wiihiger Ldsung in Cegenwart von Natriumcarbonat bei 0" N-MMF-Glycin bzw. N-&KF-Glycin. Die Ausbeuten I) I. Mitteil.: J. Kollonitsch, A. Haj6s u. V. Gb.bor, Chem. Ber. 89,2288 [1956], 8 ) Teilweiee vorgetrrtgen auf dem XIV. Internat. KO-D fiir Roine und Angewandte 4) J. Amer. chem. SOC. 76, 4468 [1964]. *) F. Selomon, J. prakt. Chem. [2] 7, 253 [1873]. vorstehend. Chemie (Ziirich, Juli 1965). 3, J. h e r . chem. Soc. 76, 3426 [1953]. F. A r n d t , E. Milde u. (f. E c k e r t , Ber. dtach: chem. Ges. 66, 1983 [1923].