𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Neue Expansionsphase in der japanischen Petrochemie

✍ Scribed by Dipl.-Volksw. H.-J. Koslowski


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1970
Tongue
German
Weight
495 KB
Volume
42
Category
Article
ISSN
0009-286X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Innerhalb eines Jahrzehnts konnte in Japan die Petrochemie in einem derartigen AusmaB aufgebaut werden, daB sie heute nach den USA bereits an zweiter Stelle rangieren durfte. Gepragt wurde die Entwicklung vor allem von der explosiven Nachfrageentwicklung nach Kunststoffen, Synthesefasern, Synthesekautschuk und anderen Petrochemie-Derivaten. Wa.hrend die japanische hhylenproduktion im ganzen Jahr 1958 erst 14000 t betrug, wird diese Menge gegenwartig bereits in zwei Tagen produziert.

Methanol war 1952 mit der ersten Anlage auf Erdgas-Basis der Japan Gas Chemical Co. das erste ,,petrochemische Produkt" in Japan. Im Ja,hre 1955 folgten die ersten Firmengrundungen speziell fur die Petrochemie : Mitsui Petrochemical Co., Nippon Petrochemical Co. und Mitsubishi Petrochemical Co. Die petrochemischen Interessen der Sumitomo-Gruppe wurden ohne Neugrundung von der Sumitomo Chemical Co.

wahrgenommen .

In den sechziger Jahren fuhrte der forcierte Petrochemie-Ausbau zu starken Strukturverschiebungen innerhalb der chemischen Industrie, zu der nach japanischer Abgrenzung nicht die Chemiefasern gehoren. Wahrend 1960 die Dungemittel-Industrie noeh die fuhrende Branche bildete, liegt ihr Anteil heute bereits wesentlich unter 10%. Demgegenuber konnten beispielsweise Kunststoffe, die heute vorwiegend auf petrochemischen Vorprodukten basieren, ihren Anteil im gleichen Zeitraum auf ein Viertel des Gesamtumsatzes verdoppeln. Synthesekautschuk erlangte in Japan erst im abgelaufenen Jahrzehnt uberhaupt eine Bedeutung.


📜 SIMILAR VOLUMES