Neue chemische Verfahren für die Verarbeitung von Phosphat-Erzen
✍ Scribed by Dr. A. John E. Welch
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1979
- Tongue
- German
- Weight
- 422 KB
- Volume
- 51
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Seit der ersten Veroffentlichung von Liebig (etwa 1840) hangt die Herstellung von Phosphat-Dungemitteln rnit Hilfe nasser AusschluBmethoden in erheblichem AusmaB von der Verwendung von Schwefelsaure als wichtigem Rohstoff ab, und zwar sowohl fur die Umsetzung von Phosphat-Erz zu Superphosphat als auch zur Herstellung von Phosphorsaure zur Gewinnung von Tripel-Superphosphat oder Ammoniumphosphaten. Obwohl die Verwendung von Schwefelsaure, die nach wie vor relativ billig ist, nicht unbedingt im Hinblick auf den Standort zahlreicher Anlagen ein Nachteil ist, enthalten die Produkte haufig nicht abtrennbare Nebenprodukte (besonders Calciumphosphat), die den Phosphat-Gehalt des Dungemittels vermindern. Normalerweise enthalt z. B. Superphosphat 18 bis 20% P,O,. Weiterhin erfordern viele der ublichen Verfahren als Rohmaterial ein Phosphat-Erz mit einem relativ hohen P,O,-Gehalt. Die aul3erordentlich groBen Ressourcen an Phosphat-Erz rnit relativ niedrigem P,O,-Gehalt lassen sich normalerweise nicht ohne Aufbereitung verwerten. Es wurden bereits zahlreiche Untersuchungen zur physikalischen Anreicherung von derartigem Phosphat-Erz durchgefuhrt [l], jedoch haben sich diese Verfahren wegen der typischen Heterogenitat der Phosphat-Erze als unzuverlassig bei niedriger Ausbeute erwiesen. Es besteht somit durchaus ein dringender Bedarf an der Einfuhrung neuer Technologien fur die Verarbeitung der unterschiedlichen Erze zur Gewinnung von Produkten rnit hohem P,O,-Gehalt. Im folgenden wird uber noch nicht abgeschlossene Untersuchungen berichtet, die die Grundlage fur vielversprechende neue Prozesse bilden. Neben Phosphat-Erz (auch solches rnit niedrigem P,O,-Gehalt) werden als Rohstoffe Ammoniak und Kohlendioxid benotigt. Als Endprodukt fallt ein Polyphosphat rnit max. 72% P,O, an. In geringen Mengen wird Calciumsulfat (als Gips oder Anhydrit), Ammoniumsulfat oder Schwefelsaure benotigt zur Erganzung des Sulfates, das in diesem Verfahrenim Kreis gefuhrt wird. Calcium wird als Carbonat, der unproblematischsten Form fur die Ablagerung, ausgeschleust. In einem modernen Dungemittel-Komplex stehen normalerweise Ammoniak und Kohlendioxid ohne groI3ere Schwierigkeiten zur Verfugung. 2 Das grundlegende Verfahren Das gemahlene Phosphat wird mit Ammoniumsulfat gemischt (falls moglich wahrend des Mahlens) und die Mischung dann -in Abhangigkeit vom verwendeten Phosphat-Erz -bei 350 bis 475 "C gerostet. Folgende Umsetzung (formuliert fur Fluorapatit als Rohmaterial) lauft dann ab : Ca, (PO,),F + 4(NH,),S04 -+ NH,CaP,O, + 4CaS0, + NH,F + 6NH3 + 3H,O. (1) Das dabei entstehende Ammoniumcalciumtrimetaphosphat NH,CaP,O, weist eine erheblich groBere Loslichkeit in Wasser oder * Kurzfassung eines Vortrages auf der ACHEMA 79,17. bis 23. Juni
📜 SIMILAR VOLUMES