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Nachweis der Korrosionsbeständigkeit von Lagerbehälterwerkstoffen gegenüber wassergefährdenden brennbaren und nichtbrennbaren Lagermedien durch die Bewertung von Korrosionsdaten

✍ Scribed by Dipl.-Chem. M. Weltschev; Dipl.-Chem. W. Höpfner


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1993
Tongue
German
Weight
952 KB
Volume
44
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Bei der Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten bedingen aufgrund des Besorgnisgrundsatzes des Wasserhaushaltsgesetzes allgemeine Schutzanforderungen und Schutzmaßnahmen eine entsprechende Auslegung und Überwachung der Lagerbehälter. Zu den allgemeinen Schutzmaßnahmen gehört der Nachweis der Korrosionsbeständigkeit des Behälterwerkstoffes gegenüber dem Langzeiteinfluß der Lagermedien. Als Voraussetzung zum Nachweis der Korrosionsbeständigkeit müssen die verwendeten Werkstoffe, Schweißnähte und Medien definiert sein. Als geeignet werden Flüssigkeits‐Werkstoff‐Kombinationen bewertet, wenn die Korrosionsrate durch Flächenkorrosion <0,1 mm/Jahr beträgt und keine lokalen Korrosionserscheinungen durch Lochfraßkorrosion oder Spannungsrißkorrosion zu erwarten sind.

In der DIN 6601, die eine sogenannte Positiv‐Flüssigkeitsliste enthält, wurden auf der Basis von Literaturangaben, Erfahrungsnachweisen von Herstellern und Betreibern über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren sowie Ergebnissen von Korrosionsuntersuchungen wassergefährdender Flüssigkeiten hinsichtlich ihrer Werkstoffverträglichkeit mit unlegierten Stählen, austenitischen CrNi‐ und CrNiMo‐Stählen bei einer Temperatur von maximal 30°C bewertet. Die positive Korrosionsaussage gilt für viele Flüssigkeiten nur, wenn bestimmte stoffspezifische und betriebliche Auflagen erfüllt werden.

Für nicht in der DIN 6601 aufgeführte Flüssigkeits‐Werkstoff‐Kombinationen ist der Nachweis der Korrosionsbeständigkeit durch Einzelgutachten erforderlich.