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N. R. Krieg, (Editor, Volume 1), J. G. Holt (Editor-in-Chief), R. G. E. Murray, D. J. Brenner, M. P. Bryant, J. G. Holt, N. R. Krieg, J. W. Moulder, N. Pfennig, P. H. A. Sneath and J. T. Staley (Editorial Board), Bergey's Manual of Systematic Bacteriology, Volume 1. XXVII + 964 S., zahlr. Abb., 328 Tab. Baltimore-London 1984. Williams and Wilkins. $ 85.00. ISBN: 0-683-04108-8

โœ Scribed by H. Prauser


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1985
Tongue
English
Weight
209 KB
Volume
25
Category
Article
ISSN
0233-111X

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โœฆ Synopsis


Der langjahrige Nutzer des ,,BERUEY" sieht sich mit dem lange erwarteten Erscheinen des ersten Bandes der ersten Auflsge van BERUEY'S Manual of Systematic Bacteriology einer neuen Konzeption der Herausgeber gegeniiber. Dieses nunmehr vierbandig geplante Werk setzt die Tradition von BERGEY'S Manual of Determinative Bacteriology fort. Der vorliegende ersk Band, der die gramnegat,iven Bakterien von allgemeiner. medizinischer und industrieller Bedeutung enthalt. entspricht in seinem Umfang und in der Zahl beteiligter Autoren (133) etwa dem Gesamtvolumen der 8. Auflage von BERUEY'S Manual of Determinative Bacteriology (1974). Damit wird dem enormen Zuwachs an Wissen und dem Bediirfnis nach vielseitigerer Information enhprochen. Trotz der Anderung im Titel findet der Nutzer kein koharentes, hierarchisches System der Bakterien. Wie in der 8. Auflage wird da.s Reich der Prokaryoten in Sektionen unterteilt, die jeweils mit wenigen Merkmalen charakterisiert werden. Der erste Rand enthalt 11 Sektionen gramnegativer Bakterien: 1 ) Spirochaeten, 2 ) aerobe/mikroaerophile, bewegliche, helikale/vibrioide Bakterien, 3) nicht bewegliche (oder selten bewegliche), gekriimmt,e Bakterien, 4) aerobe Stabchen und Kokken, 5 ) fakukativ anaerobc Stabchen, 6) anaerobe, gerade, gekrummte und helikale Stabchen, 7) dissimilatorische Sulfat-oder Schwefelreduzierer, 8) anaerobe Kokken, 9) Rickettsien und Chlamydien, 10) Mycoplasmen, 11) Endosymbionten von Protozoen, Insekten, andcrcn Invertebraten und von Pilzen. Wie in der 8. Auflagc werden z u den einzelnen Sektionen Schliissel zur Identifizierung bis hinab znm Artniveau angeboten, wobei der Nutzer wie bisher zuweilen Schwierigkeiten haben wird, einen zu identifizierenden Organismus jener Sektion zuzuordnen, in der die Identifizierung erfolgreich fortgesetzt werden kann.

In den weiteren drei Banden sollen abgehandelt werden : die grampositiven Bakterien au5er den Actinomyceten (Band 2 ) , die Archaeobakterien, Cyanobakterien und restlichen gramnegati ven Bakterien (Band 3), die Actinomyceten (Band 4). SchlieDlich wird dem speziellen Anliegen der Identifizierung von Bakterien ein zweites, einbandiges Werk als verbesserte Version des Shorter BERGEY'S Manual dienen, das den Titel des friiheren Hauptwerkes tragen wird: BERGEY'S Manual of Determinative Bacteriology. Mit der neuen Konzeption ermoglichen es die Herausgeber dem Nutzer, von den insgesamt funf Banden nur jene anzuschaffen, die er fur seine Arbeit benotigt. Andererseits sind Herausgeber und Autoren nicht Ianger gezwnngen z u versuchen, das immer umfangreicher werdende Material zu e i n e m Zeitpunkt aufzuarbeiten.

Dem ersten Band sind korze und klare Abhandlungen zur Geschichte und zum Gebrauch des Manuals, zit verschiedenen Aspekten der Klassifizierung von Baktericn, zur Nomenklatur und Identifizierung, zu den Kulturensammlungen und zu den hijheren Taxa der Prokaryoten vorangestellt. Als Basis fur die Aufnahme von Arten und Gattungen und fiir deren Nomenklatur dienten die Approved Lists of Bacterial Names (1980) und die nach ihrem Erscheinen giiltig publizicrten Taxa. In Einzelfallen werden zur Abrundung auch derzeit nicht gultig beschriebene Taxa eingeschlossen. Andererscits werden giiltig beschriebene Arten und Gattungen lediglich erwahnt. um einer znkunftigen, besseren Klassifizierung Raum zu lassen. Es ist hier jedoch unmoglich, einzelne Sektionen, geschweige denn taxonomische Einzelheiten z u diskutieren.

Die Daten sind dureh die Einfiihrung von Unteruberschrift,en im ganzen Werk weitgehend einlreitlich organisiert. Der Kurzdiagnose einer Gattung folgen jeweils weitere beschreibende Informationen, Mitteilungen zu speziellen Methoden der Anreicherung. Isolierung, Kultivierung und Erhaltung sowie zu den Untersuchungsmethoden wesentlicher differenzierender Merkmale. Der Abgrenzung der jeweiligen Gattung gegen andere wird breiter Raum eingeraumt. I n diesem Zusammenhang werden geschichtliche, nomenklatorische und klassifikatorische Sachverhalte nnd Auffassungen einschlieSlich kontroverser Positionen mitgeteilt. Unnbhangig von den zahlreichen Zitationen aus der Originalliteratur im Text werden Publikstionen genannt, die ihrerseit,s grogere oder detailliertere IJbersichten bieten. Die artdifferenzierenden Merkmale erscheinen meist in Tabellenform, gefolgt von der Liste der Arten, deren Eigenschaften, Habitate und Typuskulturen ansfiihrlich dargelegt werden.

Ausstattnng und Herstellung des Handbuches sind ausgezeichnet. Phasen-und elektronenoptische Abbildungen sind zehlreicher als in der 8. Auflage, und sie werden nunmehr unmittelbar


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