N-Alkylderivate der 6-Amino-penicillansäure
✍ Scribed by Dückheimer, Walter ;Schorr, Manfred
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1967
- Weight
- 343 KB
- Volume
- 702
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Aus den Farbwerken Hoechst, vormals Meister Lucius & Briining, Frankfurt(M)-Hochst Eingegangen am 11. August 1966 ~~~ ~~ ~ Die Umsetzung von 6-Amino-penicillansaure (1) rnit Diazomethan und Diazoathan fiihrt zu einem Gemisch verschieden weit alkylierter Ester 2-4 und 5 -7, die durch Saulenchromatographie an Kieselgel voneinander getrennt werden. Durch Acylierung der Ester 3 und 6 mit Phenyl-und Phenoxy-acetylchlorid erhalt man die 6-N-monoalkylierten Penicillinester 10, 11 und 13, die zu den 6-N-Alkyl-penicillinen 16-18 verseift werden. Die neuen Penicillinderivate besitzen schwache antibakterielle Eigenschaften.
Die technische Erschliehng der 6-Amino-penicillansaure 1,2) gab der Penicillinforschung neuen Auftrieb. Durch Acylierung der Aminogruppe mit den verschiedensten Sauren gelangte man zu zahlreichen neuen Penicillinen3), die den alteren, biosynthetisch erhaltenen Produkten teilweise iiberlegen sind. Versuche zur Abwandlung des Grundgerustes sind seltener, da die groBe Hydrolyseempfindlichkeit des P-Lactamringes sehr milde Reaktionsbedingungen erfordert.
Allen diesen von der 6-Amino-penicillansaure abgeleiteten Verbindungen ist gemeinsam, dal3 sie eine freie oder acylierte primare Aminogruppe besitzen. Erst Leigh4) berichtete vor kurzem iiber die Darstellung von N-Alkylderivaten des Penicillins 5.
Diese Veroffentlichung gibt uns AnlaB, eigene Arbeiten mitzuteilen, die ebenfalls die Synthese von N-alkylierten Penicillinen zum Ziel hatten. Es lag ihnen die Vorstellung zugrunde, daB der Ersatz des Wasserstoffs der Amidgruppe durch Alkylreste die Stabilitat und Penicillinasefestigkeit der Penicilline erhohen konnte.
Leigh4 fiihrte die Alkylierung der 6-Amino-penicillansaure durch reduktive Kondensation mit Aldehyden und Ketonen durch. Unsere Synthese ging gleichfalls von der 6-Amino-penicillansaure (1) aus, die durch die Einwirkung von Diazoalkanen in ein Gemisch verschieden weit alkylierter Ester (2 -7) iibergefiihrt wurde. Der darin enthaltene N-Monoalkylamino-penicillansaureester (3 bzw. 6) konnte zu den Estern 8 -13 der N-Alkyl-penicilline acyliert und schliel3lich durch alkalische Verseifung in die N-Alkyl-penicilline 14 -18 umgewandelt werden.
📜 SIMILAR VOLUMES
Diese Aiiiialm 276, 288. ' ) Eer. d. deubscll. chem. Ges. 19, 37. li) Niiliere Angaben, auch iiber die Darstellwg des Esters selbst und des o -Amidobenzaldehydes fiiiden sich in: J. S t , e i n i t z , 1naug.-Dissert. S. S ff. ' ) Die beiden leteten diidySeii siiid mit den salzsamen Snlzeii der durc