Möglichkeiten der Geruchsmessung und -minderung bei Naturfaserverbunden
✍ Scribed by A. K. Bledzki; V. E. Sperber; S. Wolff
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2003
- Tongue
- English
- Weight
- 88 KB
- Volume
- 34
- Category
- Article
- ISSN
- 0933-5137
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✦ Synopsis
Abstract
Die kritische Einstellung der deutschen Öffentlichkeit zu Umweltfragen hat auch die Welt der Gerüche erfasst.
In den letzten Jahren haben die Bewertung und Verminderung von Gerüchen bei der Anwendung von Kunststoffen zunehmend an Bedeutung gewonnen. War es zunächst die Verpackungsbranche, die Produkte für Lebensmittelverpackungen olfaktometrisch untersuchte, so zeigt in den letzten Jahren die Automobilindustrie zunehmendes Interesse für Geruchsbestimmung und Messung, nicht zuletzt wegen des zunehmenden Einsatzes von naturfaserverstärkten Werkstoffen im Fahrzeuginnenraum.
Naturfaserverstärkte Kunststoffe haben neben Vorteilen gegenüber glas‐ und kohlefaserverstärkten Systemen (mechanisches Verhalten/Gewicht, ausgeglichene CO~2~‐Bilanz) auch Eigenschaften, die das Anwendungsspektrum einschränken können. Hierzu werden Emissionen und Geruchsentwicklung gezählt, die unter bestimmten Temperatur‐ und Feuchtigkeitsbedingungen auftreten können. Auch bei Verbundmaterialien stellt sich die Frage, welche Einzelkomponenten, Verfahrensschritte oder Kombinationen beider für einen bestimmten Geruch verantwortlich sind.
Der Weg zur Geruchsneutralität von Kunststoffen ist generell schwierig, da geeignete Herstellungsmethoden oder auch Zusätze nur in langen Versuchsketten ermittelt werden können und nach wie vor die menschliche Nase wichtiger als alle physikalischelektronischen Messverfahren ist.
Die Frage der Herkunft von Gerüchen und nach deren Bedeutung für Wohlbefinden und Gesundheit wird gestellt und zwingt nicht nur die Kunststoffindustrie zur Reaktion. Deshalb sind beide, Kunststoff‐ und Automobilindustrie, bemüht, auf die Tendenzen des Marktes zu reagieren, und es ist das Ziel der Autohersteller möglichst geruchsneutrale Neuwagen auszuliefern.
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