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Cover of Mädchenmörder: Ein Liebesroman

Mädchenmörder: Ein Liebesroman

✍ Scribed by Dorn, Thea


Book ID
107955685
Publisher
Manhattan
Year
2008
Tongue
German
Weight
162 KB
Series
Mädchenmorder
Category
Fiction
ISBN-13
9783894804503

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✦ Synopsis


Aus der Amazon.de-Redaktion

Thea Dorn lässt den Figuren, von denen sie erzählt, gerne Böses widerfahren. Von daher gesehen ist in ihrem „Liebesroman“ _Mädchenmörder_ alles wie immer. Zugleich aber ist alles ganz anders. Denn das Opfer, die 19-jährige Ich-Erzählerin Julia, die von einem abgehalfterten Ex-Radprofi entführt, gequält und vergewaltigt wird, gibt sich rasch als Mittäterin ihres Peinigers zu erkennen, in den sie sich verliebt hat…

Statt Julia zu ermorden, wie all die anderen Mädchen, schleppt der _Mädchenmörder_ sie mit sich durch Europa. Er macht sie zur Zeugin und sie sich zur Komplizin seiner abscheulichen Taten. Von diesen Taten und von ihren abgründigen Gefühlen für den Täter erzählt uns Julia alles, was ihr dazu einfällt. Und sie verschweigt auch nicht, was mit ihr schon vorher alles irgendwie nicht gestimmt hat. Auch die Liebesbriefe, die sie dem „lieben David“ später ins Gefängnis geschickt hat, legt sie uns vor, damit wir erfahren, wie es wirklich war. Sie tut dies, wie sie schreibt, weil in den Medien zu viele Lügen verbreitet worden seien über sie und ihren Entführer und sie mittlerweile glaubt, „dass die Medien noch schlimmer sind als der Mann, der mir das alles angetan hat“.

Dorn lässt ihre Julia ein Bild aus dem Tierreich finden, mit dem sie beschreibt, wie sie sich die Ausweglosigkeit ihrer Situation schnell -- für unseren Geschmack ein bisschen zu schnell -- erträglich gemacht hat: „Wie fühlt sich eine Gazelle, wenn ihr klar wird, dass sie dem Löwen nicht mehr entkommt? Spürt sie panische Angst? Versucht sie, doch noch einmal zu fliehen? Oder schaut sie nicht den Löwen im letzten Moment an und denkt: _Was für ein schönes, starkes Tier! Sterben muss ich ja sowieso. Ist es da nicht besser, von solch einem Tier gefressen zu werden als einfach zu verrecken?_“ -- Julia glaubt, sie habe vielleicht nur deshalb überlebt, weil sie, im Gegensatz zu den anderen Mädchen, die Einsicht der Gazelle in sich gefunden habe. Ein schiefes Bild! Und auch sonst konnten wir dieser Julia nicht recht folgen. Und Zwischenfragen kann man an eine Romanfigur ja leider nicht stellen. _-- Freia Danz, Literaturanzeiger.de_

Man stelle sich vor, wie Thea Dorn im Spätsommer 2006 vor dem Fernseher sitzt, die Berichterstattung zum Fall Natascha Kampusch verfolgt - und plötzlich die zündende Idee für ihr nächstes Buch hat. "Mädchenmörder" ist im ersten Teil der Romanentwurf der jungen Julia, die von einem Serienkiller zwei Wochen lang durch Europa geschleppt wurde und ihm bei seinen Vergewaltigungen und Morden zuschauen musste. Als Icherzählerin beschreibt Julia, was sie erlebt hat, lässt dabei vieles aus, motzt über das Medienecho auf ihre Entführung, ist sehr emotional. Im zweiten Teil ändert sich die Perspektive: Julia schreibt Briefe an ihren Peiniger - und die erzählen eine völlig andere Geschichte. Das Stockholm-Syndrom ist Thea Dorns großes Thema; sie will zeigen, wie sich zwischen Täter und Opfer eine Beziehung entwickeln kann, wie die Entführte plötzlich freiwillig beim Entführer bleibt und seine Taten sogar unterstützt. Doch ihre Figuren bleiben komplett schwammig, weder die Motivation des Täters noch der wahre Charakter Julias werden deutlich. Warum lässt sich die vernünftige Abiturientin so leicht beeinflussen? Warum ist der schnieke Ex-Rennradfahrer so ein grausamer Killer geworden? Antworten gibt Dorn nicht. So bleibt "Mädchenmörder" eine sprachlich sehr holprige und oberflächliche Geschichte, die keine Analyse zu bieten hat. (jul)

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