Molekulare Erkennung von Carboxylat-Ionen durch Metall-Ligand-Wechselwirkung und Nachweis durch Fluoreszenzlöschung
✍ Scribed by Dr. Giancarlo De Santis; Prof. Dr. Luigi Fabbrizzi; Dr. Maurizio Licchelli; Prof. Dr. Antonio Poggi; Dr. Angelo Taglietti
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1996
- Tongue
- English
- Weight
- 546 KB
- Volume
- 108
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Der verfeinerte Constraint-Index[12"] CI* von AMM-Ti,Si und von AMM-Ti,,Si (1.5 bzw. 1.7) positioniert die Materialien in bezug auf PorengroBe im Bereich der gronporigen 12-Ring-Zeolithe (1 < CI* < 2.2). Bei solchen grol3porigen Zeolithen korreliert das AusmaB sperriger Ethyl-verzweigter Isomere rnit der PorengroBe (Abb. 4). Auch unter diesem Aspekt passen die AMM-Ti-Materialien rnit Porendurchmessern von 0.73 nm sehr gut in die Familie der groBporigen Zeolithe. Weiterhin identifiziert der Decan-Test diese AMM-Ti-Materialien als ein System von nicht verbundenen Rohrenporen ohne innere Kafige, wie aus dem hohen Dimensionalitatsindexr12d] DI > 5 folgt. Die etwas grooeren Poren des AMM-Ti,Si im Vergleich zum AMM-Ti,,Si werden iibereinstimmend von der Ar-Adsorption (Tabelle 1) und dem Decan-Test (Abb. 4) gefunden. Der V-haltige AMM-V,,Si liegt rnit seinem CI* von 3.4 im zeolithfreien Bereich zwischen den niittelporigen 10-Ring-und den groaporigen 12-Ring-Zeolithen. Der hohe DI von 12 identifiziert das Material wie die Ti-haltigen AMM als ein System von nicht verbundenen Rohrenporen ohne innere Kafige. Die etwas kleineren Poren des AMM-V,,Si im Vergleich zu den AMM-Ti,Si werden iibereinstimmend von der Ar-Adsorption (Tabelle 1) und dem Decan-Test (Abb. 4) gefunden. HR-TEM-Untersuchungen der Materialien nach dem Decan-Test zeigten, daB die amorphe Natur der AMM-Materialien auch bei hohen Temperaturen erhalten bleibt. Allerdings ist ein leichter Ruckgang der Gesamtoberflache des gebrauchten und auf 550 "C erhitzten Katalysators um bis zu 20 % zu beobachten. Die temperaturabhangige Rontgenstreuung zeigt keine erkennbare Kristallinitat bis 800 "C. Die Stabilitat der AMM-Materialien wird auch durch TGA-und DSC-Untersuchungen (TGA = Thermogravimetrie, DSC = Differential Scanning Calorimetry) bestatigt, die im Bereich von 200-600 "C keinerlei Veranderung erkennen lieB, wahrend im Bereich unter 200°C der erwartete Gewichtsverlust durch Trocknung eintritt. Diese Ergebnisse zeigen, daf3 mikroporose amorphe Glaser in Redox-und Hydrocrackkatalyse ein formselektives Verhalten zeigen, wie es bisher nur von kristallinen Zeolithen her bekannt ist. Fur die anhand des Decan-Tests zuordenbare PorengroBe der AMM-Glaser sind keine entsprechenden Zeolithstrukturen bekannt. Die Glaser erganzen daher die bisher bekannten Strukturen. Die Untersuchungen bestatigen auch, daB das formselektive katalytische Verhalten mikroporoser Materialien wie Zeolithe nicht an die Kristallinitat dieser Materialien gebunden ist, sondern auf der engen Porenverteilung und der kleinen Po-rengroBen der Materialien basiert. Die Herstellung rein mikroporoser Glaser mit formselektiven katalytischen Eigenschaften eroffnet die Moglichkeit zur Erzeugung neuer formselektiver Katalysatoren. Im Vergleich zur traditionellen Zeolithsynthese vermeidet die Sol-Gel-Route die Verwendung organischer Template und benotigt nicht die aufwendigen Bedingungen der Hydrothermalsynthese. Im Vergleich zu Zeolithen ist sowohl die chemische Zusammensetzung als auch die PorengroDe dieser Materialien nicht limitiert. Das Sol-Gel-Verfahren offnet auch neue Moglichkeiten fur die Herstellung permselektiver katalytischer Membranen und monolithischer Materialien. Moglicherweise konnen rnit der Herstellung mikroporoser amorpher MischmetalIoxide vide der bekannten Grenzen traditioneller Zeolithchemie iiberschritten werden.
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