𝔖 Bobbio Scriptorium
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Moderne Maschinen und Methoden für die Produktion von Fischöl und Fischmehl

✍ Scribed by Christensen, S.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1969
Weight
598 KB
Volume
71
Category
Article
ISSN
0931-5985

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


r i s t c n s c ti , illtu-Lawnl, Ti~ittl" Die fischverarbeitende Industrie hat in den letzten Jahrzehnten eine lebhafte Entwicklung durchgemacht, die zu bedeutenden Erneuerungen gefuhrt hat. Noch in den funfziger Jahren wurden nur einige wenige Fischarten, wie Heringe, Sardinen, Menhaden und Anchovetas, in den groden bis auf wenige Ausnahmen an Land befindlichen Fischmehlfabriken zu Fischmehl verarbeitet. Neue Fangmethoden haben dazu gefuhrt, dad die Fischerei immer mehr industrialisiert wurde. Es wird jetzt in weiter entfernten Gebieten bei groderen Tiefen gefischt. Die Flotte der Fabrikschiffe und Trawler. die fur Hochseefischerei ausgerustet ist, wachst standig. Folglich werden auch immer mehr Fischarten gefangen, die zur Verarbeitung kommen. Von den neu dazugekommenen Fischarten seien Lodde, grauer Heilbutt (Ati- thrrestes Ewermanizi) und Sandaal erwahnt. Diese Fabrikschiffe und Fabriktrawler sind in den meisten Fallen rnit Filetiermaschinen ausgerustet. Der dabei anfallende Abfall (60 bis 65 Gew.-O/o) sowie der Beifang (Fische, die nicht zum Filetieren und Gefrieren geeignet sind) liefern ein erstklassiges Rohmaterial fur die Produktion von Fischol und Fischmehl. Einige der fur Filetierung verwerteten Fischarten sind z. B. Rotbarsch, Dorsch und Sardinen.

Von einer modernen Fischmehlfabrik wird also verlangt, dad sie alle Arten von Fisch und Fischabfall verarbeiten kann. Die Endprodukte, Fischmehl und Fischol, sollen aui3erdem beste Qualitat aufweisen und von der Art oder dem Zustand des Rohmaterials unabhangig sein. Das Rohmaterial sol1 also so wenig wie moglich Einflud auf die Leistung und Arbeitsweise der Anlagc ausiiben.

Der Kochvorgang wurde und wird als die wesentlichste Stufe bei der Fischmehlproduktion angesehen, da das EiweiB koagulieren mui3 und die fetthaltigen Zellen platzen sollen, um das Dl frei zu machen. Die Schnekkenpresse ist die bisher meist verwendete Maschine zur Trennung von Feststoff und Prefiwasser nach dem Kochen. Die Presse sollte moglichst mit einer konstanten Menge Fisch der gleichen Konsistenz beschickt werden. Schwankt der Durchsatz oder die Beschaffenheit des gekochten Fischbreis, so mussen Predverhaltnis oder Drehzahl der Presse nachgestellt werden.

Bei der Verarbeitung von weichem, angefaultem Fisch entstehen haufig Schwierigkeiten mit der Presse, und oft mu13 die Leistung der gesamten Anlage bedeutend herabgesetzt werden, um ein befriedigendes Endprodukt zu erhalten. Trotz aller Muhe kommt es dann doch vor, dai3 Fischmehl mit einem bedeutend hoheren Fettgehalt erzeugt wird, als es vorschriftsmai3ig erlaubt ist.

Ausfiihrliche Versuche und etwa 10jahrige Erfahrung von mehreren kommerziellen Anlagen, die unter den verschiedensten Bedingungen und mit allen Arten von Rohware arbeiten, haben gezeigt, dad die Schneckenpresse durch eine Zentrifuge, Typ Decanter, ersetzt werden kann. Anstelle der mechanischen Kraft der Schnekkenpresse tritt die Zentrifugalkraft des Decanters.

Seit iiber 20 Jahren wird der Decanter, auch Desludger genannt. in Fabriken, die konventionell mit der Schnek-


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