Modellversuche zur Theorie der lokalen Erregung
β Scribed by Herbert Gerstner
- Publisher
- Springer
- Year
- 1950
- Tongue
- English
- Weight
- 708 KB
- Volume
- 252
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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β¦ Synopsis
I n einer frfiheren Mitteilung (GERsTNER s) wurde ffir die lokale Erregung die Differentialgleichung d2y s . . . . sin 2 ~y dt ~ # ~bgeleitet. Sie s t i m m t mit der des m~them~tischen Pendels bis ~uf das Vorzeiehen iiberein. Die Suehe n~eh einem anschaulichen Beispiel ffir dieses ,,umgekehrte P e n d e l " ffihrte zum S~ugheber in einer A n o r d n u n g , deren Schema Abb. I zeigt.
1. Beschreibung des Modells.
Ein Glasrohr mit einem inneren Durchmesser yon 2,5 mm wurde zu einem Krcis yon 50 cm Radius gebogen und vertikal in einem I-Iolzrahmen aufgeh&ngt. Dieser war mit Zeiehenpapier bespannt, auf dem eine Skala so unterteil~ war, daS der gesamte Kreisumfang die Werte yon 0--1 umfaSte. Bei ~uI1 (genau unten) war der Kreis often und die beiden t~ohrenden e~was nach vorn gebogen, so dal~ bequem Gummisehli~uche angesetzt werden konnten. Dureh die li. Zuffihrung wurde dann unter bestimmtem Druck Glycerin, das mit ctfinesischer Tusche leieht angef&rbt war, in den Kreis gepreGt, oder durch die andere mit Unterdruck angesaugt und die zeitlichen Verh<nisse beim Ein-und beim Riicklaufen der Flfissigkeit untersucht, indem der FIeniseusstand in regelm&l~igen durch eine Stoppuhr gegebenen Intervallen ~bgelesen wurde. Wegen der au~erordentlichen Zi~higkeit des Glycerins laufen die Vorgi~nge mehr ale 10areal langsamer ab ~ls bei Benu~zung yon Wusser und ungefi~hr 10Smal !angsamer als die Erregungsprozesse im ~erven. Dieses Modell ist besonders gut fiir Demonstr~tionen geeignet. Der kleine Querschnitt des Glasrohres begfinstigt eine gute ~eniscusbildung und verhindert das Aufsteigen yon Luftblasen bei jeder Fiillung des Kreises, daffir treten geringffigige Abweichungen yon der Theorie auf, die dureh die zwischen Glaswand und Flfissigkeit herrschenden Kr~fte bedingt werden. Zu genaueren Messungen diente desh~lb eine zweite Anordnung. D~s Glasrohr hatte einen inneren Durehmesser yon 6 ram, der Kreis einen Radius yon 22,5 cm. Die Fltissigkeit war ein gef&rbtes Wasser-Glyeeringemisch mit einem spezifischen Gewicht bei 15 Β° C yon 1,195, dessen Bewegungen mit einer FiL, nkamera aufgenommΒ’n wurden. Am Projektionsschirm konnten dann die Meniseusstellungen in Abs~&nden bis zu ~/s0 sec ~bgelesen werden.
2. Allgemeine Eigenscha/ten des Modells.
Der Kreis-S~ugheber sei durch Ans~ugen fiber das rechte R o h r e n d e bis zu einer beliebigen M~rke u n t e r 1,0 mit Glycerin geffillt, etwa w i e
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