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Mittheilungen aus dem chemischen Laboratorium zu Giefsen: Untersuchung des ätherischen Oels von Myrtus Pimenta

✍ Scribed by Oeser, C.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1864
Weight
255 KB
Volume
131
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Ueber das atherische Oel von Xyrtus Pimenta (Nelkenpfeffer-. oder PimentBI) liegen bis jetzt nur vereinzelte Angaben *) von B o n a s t r e und von J a 11 n vor, welche indessen rnit Wahrscheinlichkeit darauf hindcuten, dafs dieses Oel eine ahnliche Zusarnmensetzung habe, wie das schon mehrfitch untersuchte GewurznelkenBl , abgesehen davon, d a b die tropischen Starnmpflanzen beider fliichtigen Oele, Mytiis Pimenta und Car.yopl?ylIus aromutic:. L., sehr nahe mit einander verwandt sind. Herr Prof. W i l l veranlafste mich zu einer genauercn Untersuchung des Nelkenpfell'erijls, um dessen Identitiit mit dern GewCrznelkenol darzuthun, und eine von Herrn H. Z e i s e in Altona dargestellte Quaiititit des Oels von unzweifelhafter Abstammung Iiot das Material dazu. Das bezogene rohe Oel war dickflussig, hell gelbbraun und irn Geruch 'kaurn von dern Gewurznelkenol zu unterscheiden. Sein specifisches Gcwicht war bei 8 O = 1,@3. Es erwarmtt: sich mit concentrirter Kalilauge unter Bildung eines triiben Gemisches, welches sich in der Warrne und nach dem Verdiinnen mit Wusser in cin obcn aufschwimrriendcs indifferentes Oel und in eine wiisserige Losring trennte. Das abgebobene indiflerente Ocl besitzt nacli dern Trockncn fiber Chlorcalcium und nach rnehrmaligcr Hectification den constanten Siedepunkt 255O und das specifische Gewicht 0,98 bei 8". Es ist farblos, nicht sehr dunnflii~sig~ riecht dem Terpentinol entfernt ahnlich , iind besitzt ein sehr schwaches Rotationsverm6gen ._ *) Hphdbuch der Chemie von L. G m e l i n , 4. Aufl., VII, 200.