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Mikrobielle Werkstoffzerstörung – Schadensfälle und Gegenmaßnahmen: Checkliste zur Erkennung von mikrobiell beeinflußter Korrosion (MIC)

✍ Scribed by Dr. Hans-Curt Flemming; Prof. Dr. Ewald Heitz; Dr. Wolfgang Sand


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
German
Weight
154 KB
Volume
45
Category
Article
ISSN
0947-5117

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Der folgende Fragenkatalog soll es dem Praktiker erlauben zu erkennen, ob es sich bei einem Schadensfall um mikrobiell beeinflulJte Korrosion (MIC) handelt. Die Anleitung soll ermoglichen, daB spater, wenn der Verdacht auf Mitwirkung von Mikroorganismen auftritt , noch Untersuchungsmoglichkeiten bestehen. Die Beachtung der hier aufgefuhrten Gesichtspunkte ist fur Schadenserkennung und -vermeidung sowie auch fur Schadensersatz-und Gew ahrlei stungsfragen entscheidend.

Eine Beteiligung von MIC in einem Korrosionsfall mu6 envogen werden, wenn folgende Kriterien erfiillt sind: 0 Oberflachen sind von Wasser benetzt oder es ist ausrei-0 Temperaturen liegen zwischen 4" und 6O"C, 0 Organische und/oder anorganische Nahrstoffe werden von Feststoffen, Wasser oder Luft (evtl. nur in Spuren) abgegeben, oder wenn Lichtzufuhr moglich ist (Algenwachstum).

Mikroorganismen sind in allen unsterilen Systemen vorhanden und konnen Oberflachen besiedeln! MIC kann dann auftreten, wenn Mikroorganismen Beliige (Biofilme) auf Obedachen bilden. Als GrenzflachenprozeB hangt die Korrosion vom pH, den 02-Konzentrationen, den Salzkonzentrationen, dem Redoxpotential usw. an der Grenzflache ab. Genau diese Parameter konnen von mikrobiellen Belagen (Biofilmen) auf den Oberflachen lokal stark beeinflufit werden. Biofilme konnen aus Bakterien, Pilzen, Algen oder Flechten bestehen und kommen in Umwelt und technischen Anlagen sehr haufig vor. In der Regel tritt MTC nicht allein auf, sondern ist mit anderen, nicht biologischen Korrosionsprozessen kombiniert. Deshalb wird MIC in der Praxis haufig ubersehen. Es ist wahrscheinlich, dalj MIC sehr vie1 haufiger an der Korrosion beteiligt ist, als bisher angenommen wurde.


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