Metallorganische Verbindungen LVII1) Vergleich der Additionsrichtungen von tert.-Butyl- und Isopropyl-verbindungen des Magnesiums, Aluminiums und Lithiums an 1-Alkene
✍ Scribed by Lehmkuhl, Herbert ;Olbrysch, Otto ;Reinehr, Dieter ;Schomburg, Gerhard ;Henneberg, Dieter
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1975
- Weight
- 777 KB
- Volume
- 1975
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Abstract
Die Additionsrichtung von Tri‐tert.‐butylaluminium (l), tert.‐Butylmagnesiumchlorid (4), tert.‐Butyllithium (6), Tri‐2‐propylaluminium (3), 2‐Propylmagnesiumchlorid (5) und 2‐Propyllithium (7) an 1‐Octen (2) als typischem 1‐Alken wurde studiert. Während sich beide Lithiumverbindungen weitgehend regioselektiv unter (Metall‐an‐C‐1)‐Addition anlagern, beobachtet man mit Tri‐2‐propylaluminium (3) (Metall‐an‐C‐1)‐ und (Metall‐an‐C‐2)‐Addition im Verhältnis 38: 62. Bei der Reaktion von 2‐Propylmagnesiumchlorid (5) mit I‐Octen (2) überwiegt die (Metall‐an‐C‐Z)‐Addition mit einem Anteil von 85%. Bei den tert.‐Butylverbindungen des Magnesium (4) und Aluminiums (1) wird nahezu ausschließlich (Metall‐an‐C‐2)‐Addition beobachtet. Wegen verschiedener Parallelreaktionen sind die Ausbeuten an Additionsprodukt in allen Fällen nur mäßig. ‐ Die Struktur der Reaktionsprodukte wurde über die Identifizierung der bei Hydrolyse entstehenden Kohlenwasserstoffe aufgeklärt. Tert.‐Butyllithium (6) addiert sich zwischen 75 und 90°C auch an Propen (22) fast ausschließlich mit (Metall‐an‐C‐1)‐Addition. Der Anteil an Reaktionsprodukt aus der (Metall‐an‐C‐2)‐Addition ist nur ca. 1 %. In einer Parallelreaktion zur Addition erfolgt Metallierung von Propen (22) zum Allyllithium (24).