Metalle in der Medizin
✍ Scribed by Zijian Guo; Peter J. Sadler
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1999
- Tongue
- English
- Weight
- 558 KB
- Volume
- 111
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
mente spielen bei biologischen und biomedizinischen Prozessen eine entscheidende Rolle, und es ist offensichtlich, daû zahlreiche in der Medizin eingesetzte organische Verbindungen nicht nur als organische Stoffe an sich wirken. Einige werden nämlich durch Metallionen und Metalloenzyme aktiviert oder biotransformiert, [4] andere wiederum beeinflussen direkt oder indirekt den Metallionenmetabolismus. Im folgenden konzentrieren wir uns auf Metallkomplexe und dabei besonders auf neuere Entwicklungen bei Platinpräparaten gegen Krebs, Goldpräparaten gegen Arthritis und Bismutpräparaten gegen Ulcus. Zuerst beschreiben wir aber in Abschnitt 2 kurz andere Anwendungen von Metallkomplexen, die entweder schon klinisch eingesetzt werden oder kurz vor ihrem klinischen Einsatz stehen, um die ganze Breite dieses Themas aufzuzeigen.
Entwicklung von Diagnostica und Therapeutica
2.1. MRI-Kontrastmittel
Die MRI ist heute eine aussagekräftige Untersuchungsmethode der klinischen Diagnostik. [5] Nach Verabreichung eines Kontrastmittels in Form eines paramagnetischen Reagens kann man an Unterschieden in den 1 H-NMR-Signalen (hauptsächlich von Wasser) von normalem und anomalem Gewebe Krankheiten erkennen. Die meisten dieser Kontrastmittel enthalten Gd III , Mn II oder Fe III , Ionen mit mehreren ungepaarten Elektronen (7 bzw. jeweils 5) im High-spin-Zustand und mit langen Elektronenspin-Relaxationszeiten. [6,7] Vier Gd III -Komplexe sind bis jetzt zugelassen und werden auch intensiv genutzt, z. B. zum Aufspüren von Anomalien in der Blut-Hirn-Schranke. [15,199] Komplexe mit DTPA (z. B. Magnevist 1) und DOTA (z. B. Dotarem 2) als Liganden sind ionisch, solche mit DTPA-BMA (z. B. Omniscan 3) und HP-DOTA (z. B. Prohance 4) dagegen neutral; ihre niedrige
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