Metall(0)-Verbindungen mit nichtaromatischen Stickstoff-π-Systemen, VI. 1.4-Diaza-butadien-molybdän-tetracarbonyle: Synthesen, Eigenschaften und Bindungsmodell
✍ Scribed by Bock, Hans ;tom Dieck, Heindirk
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1967
- Tongue
- English
- Weight
- 863 KB
- Volume
- 100
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Hans Bock und Heindirk tom Dieck') Metall(0)-Verbindungen mit nichtaromatischen Stickstoff-x-Systemen, VI2) 1.4-Diaza-butadien-molybdan-tetracarbonyle : Synthesen, Eigenschaften und Bindungsmodell Aus dem Institut fiir Anorganische Chemie der Universitat Miinchen (Eingegangen am 19. Juli 1966) Nach Hiickel-MO-Argumenten sind (cis)-anri-konfigurierte I .4-Diaza-butadiene-( I .3) giinstige Donator-Akzeptor-Liganden. Als erste Metall(0)-KompIexe werden die auf verschiedenen Synthesewegen zuganglichen, unerwartet stabilen und intensiv farbigen Molybdan-tetracarbonyl-Derivate 2 vorgestellt :
x 2 1H-Kernresonanz-Messungen belegen Diamagnetismus; aus den IR-Spektren folgt Czv-Symmetrie. Der farbbestimmende Ekktronenubergang laBt sich in einem qualitativen MO-Schema als Ladungstransfer vom Metal1 in den Liganden deuten.
A. 1.4-Diaza-butadiene als Donator-Akzeptor-Liganden
Von den sechs moglichen Konformeren tetrasubstituierter Diazabutadiene (Abbild. 1) sind infolge sterischer Hinderung n u r die beiden anti-Formen annahernd planar; dabei kann die Aussagekraft derartiger Wirkungsradien-Modelle3) beispielsweise an der Nichtexistenz von N-tert.-Alkyl-ketiminen (Ersatz von H durch R) iiberpruft werden. W s r e n d demnach tetrasubstituierte Diazabutadiene durch ein Gleichgewicht a + b mit uberwiegendem (s-)iruns-Anteil4) zu charakterisieren sind, miissen sie als zweizahnige Donator-Liganden in einkernigen Komplexen notwendig in der @-cis)anti-Konfiguration vorliegen. Diese Fixierung bietet auBer dem Entropie-Effekt der Chelatbildung zwei weitere Vorteile: