Ueber Propionsturt nnd Butteressigstnre. Bekanntlicli ist die von NO l l n e r zuerst bescluiebene, durch Giihrung des rohen weinssuren K a l b erhsltentt Yiiure bald fiir einc Verbindung dcr Butterslure init Essigsiiure, bald fiir ein Geinenge beider, bald fiir Propionsilure erkltirt worden, und nu
Metacetonsäure und Butteressigsäure identisch
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1848
- Weight
- 134 KB
- Volume
- 64
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
MetacetoPzsBwe upid Buttersawe idmtisch. 329 zu einer glasigen amorphen Masse ein. Die Krystalle besafsen nach 3maliger Krystallisalion eine Zusaniinenselzung , die sich der des metacetonsauren *' ) Baryts nahert ; sie besafsen aber irrimer noch den unverkennbarsten Geruch nach Buttersaure. Das Barytsalz wurde in Silbersalz verwandelt , das beim Umkrystallisiren reducirtes Silber ausschied und sich hierauf scliwach brauri von Farbe abselzte , wie diefs bei metacetonsaurem Silbe~oxyd der Pall ist. Die Analyse zeigte eine der des rnetacetonsauren Silberoxyds sehr nahe Zusammensetzung. Das mit kohlensaurern Baryt gesaltigte Destillat der Erhsen hinterliefs einen beiiiahe ganz in Weingeist loslichen Salzriickstand. Aus der Losung lrryslallisirte ein Barylsalz in fetlgllrtzenden Schuppen , welches die Reactionen der Buttersiure zeigte. Auch hierbei trocknete die Mutterlauge zu einer glasigen Masse ein, welche analysirt wurde. Metacetonsaure und Bulteressigsiiure identiscii. Es ist bekannt, dab G o t t li e b **) vor einigen Jahren durch Oxydation von Zucker mit Kalihydrat eine neue Siiure darslellte, welche er Metacetonsaure riannte , weil er dieselbe such durch Oxydation des Metacetons erhielt. Spiiter fand Re tl t e nb a c h e r **it) dieselbe Siiure unter den Ghlirungsproducten des Glycerins, sowie unter den Oxydationsptoditcteii rnrthrcrer Suhstanzen, z. B. der Oelsaure. Kolbe', sowie spater Malagut i, L e b 1 an c uiid L) u in a s erliielten dieselbe Shure durch Behandlung des Cyanathyls mit I~aliliytlrat. *) Oder butteressigsaureu liaryis. **) Diese hnnalen. lid. Lll. S. 121 ***) Eiwridasehst. Ihl. I,ix. s. 41.
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N 6 1 I n e r \*) beschrieb 1841 eine Sanre, die er durch G& rung des rohen weinsauren Kalks erhalten hatte; voh Nickl e s w ] wurde dieselbe spater naher untersucht and fiir eine Verbindung der Buttersaure mit Essigsiiure gehalten ; B e 1'2 el i us\*\*%) sFh sie fur ein Gemisch beider Sanren an, un
Oder butteressigsaureu liaryis. \*\*) Diese hnnalen. lid. Lll. S. 121 \*\*\*) Eiwridasehst. Ihl. I,ix. s. 41.
Nach einer U,ntersucbnng von Hewn SchCSdler, die ao ebeo in dem biesigen Laboratorium aosgeGbrt wird, irt die Siiore des islandischen lyloores dieselbe, welche P e 100ae air Paramaleinsaure bescbrieben und deren Identitiit, mit der Fumarsiiure des Hn. Dr. W i n c k 1 e I., D e m a r c a y nschgewies