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Manganoxydierende Bakterien III. Wachstum und Manganoxydation bei Pseudomonas manganoxidans SHW.

✍ Scribed by W. K. Jung; Prof. Dr. R. Schweisfurth


Book ID
102909798
Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
785 KB
Volume
16
Category
Article
ISSN
0233-111X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Abstract

Untersuchungen über allgemeine Kulturbedingungen für Pseudomonas manganoxidans ergaben, daß die optimale Mn(II)‐Konzentration in der Flüssigkultur bei 5 bis 10 mg/l liegt. Bei höheren Konzentrationen wird die Manganoxydation stark beeinträchtigt. Zusätze von Calcium haben einen positiven Einfluß, während NH~4~^+^ bereits in niedrigen Konzentrationen die Manganoxydation hemmt. Dieser Effekt macht sich auch bei Wachstum auf aminosäurehaltigen Nährmedien infolge der Bildung von NH~4~^+^ durch fehlende Manganoxydation bemerkbar.

Untersuchungen zum Wachstumsverlauf ergaben, daß das Wachstum in Gegenwart von Mn(II) und durch dessen Oxydation nicht beeinflußt wird. Die Manganoxydation setzt erst am Ende der exponentiellen bzw. am Anfang der stationären Wachstumsphase ein. Manganoxydation durch Luftsauerstoff bei höheren pH‐Werten (ab 8,0) konnte ausgeschlossen werden.

Einbauversuche mit ^14^CO~2~ zeigten, daß bei manganoxydierenden Zellen keine autotrophe CO~2~‐Fixierung stattfindet. Ribulose‐1,5‐diphosphat‐Carboxylase wurde nicht nachgewiesen.

Bei ständiger Zufuhr geringer Mengen an abbaubarer organischer Substanz können manganoxydierende Bakterien sich auch ohne Nutzung der freien Energie aus der Manganoxydation in den von ihnen gebildeten Manganoxiden anreichern.