Löslichkeit und Lösungsgleichgewichte des Ammonium-Chromi-Alaunes
✍ Scribed by Koppel, I.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1906
- Weight
- 544 KB
- Volume
- 39
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Die Thatsache. dass die in der Kalte bereiteten violetten Lijsungen des Chromalaunes und des violetten Chrornsulfates beim Erhitzen grun werden, ist bereits seit langeni bekannt , und diese Urnwandlung war Gegenstand vieler Untersuchungen und Hypothesen. die aber nur wenig die Erkenntniss des Wesens dieser Erscheinungen forderten. Erst nach dem Jahre 1878 ist es gelungen. zu einigermaassen sicheren Resultaten zu gelangen, indem gezeigt werden konnte, dass in den durch langeres Erhitzen smodificirtene Losungen ein Theil der Schwefelsaure complex gebunden, ein anderer Theil frei, d. b . durch Hydrolyse abgespalten, vorhanden ist (Recoura).
I n den1 Bestreben, die Natur der in der rnodificirten, griinen Losung enthaltencn Verbinduiig aufzuklaren, hat man die naher liegende Frnge nach Bedingungen und Verlauf der Urnwandlung nur wenig beriicksichtigt, und so findet nian denn in der Literatur wohl eine grosse Anzahl von Angaben iiber das Verhalten der einzelnen Chromisalzlijsungen, aber nirgends ist der Versuch gemacht, die alien nichtcomplexcn Chrornisalzen gemeinsame Erscheinung der BUrnwandiungc< von e i n e rn Gesichtspunkte aus zii beschreiben.
Rei der Durcharbeitmg der sehr urnfangreichen Literatur iiber Chromisalze fiir das Kapitel ))Chromcc in A begg's Handbuch der anorganischen Chemie karn ich nun zu der Ueberzeugung, dass eine einheitliche Beschreibung des Verhaltens aller Chrornisalzlosungen miiglich ist, wenn man die Annahme macht, dass die Urnwandlung des $violetten< in das ))griinecc Chromisalz ein je nach der Ternperatur mehr oder weniger langsam verlaufender u rn k e h r b a r e r Vorgang ist, der zu einem von der Tetllperatur ebenfalls stark abhangigen Gleichgewichte zwischen beiden Formen fiihrt. Das Wesen der Urnwandlung besteht darin, dass ein Theil der bei der violetten Form normal dissociirten Anionen mit dem Chrom zu einem Complex zusamrnentritt, der die pgriinecc Form darstellt; dieser Cornplexbildung parallel geht meist eine Hydrolyse.
Diese Annahme gestattet nicht nur, die an den einzelnen Chromisalzen beobachteten Urnwandlungen einheitlich zu beschreiben , sondern sie erklart nuch die Unterschiede im Verhalten der verschiedenen Chromisalze auf Grund der verschiedenen Neigung der Anionen zur Complexbildung und fiihrt schliesslich die zahlreichen in der Literatur Forhandenen Widerspriiche iiber die Urnwandlung der Chrornisalze
📜 SIMILAR VOLUMES