Lieber Klassenfeind
✍ Scribed by Thomas, Frances
- Tongue
- German
- Weight
- 613 KB
- Category
- Fiction
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✦ Synopsis
Kate und Paul treffen sich in London auf einer Party. Sie streiten heftig über Gerechtigkeit, Kultur, Freundschaft. Beide besuchen die Oberstufe. Paul in London, Kate auf einem Internat. Er schreibt ihr; ein Briefwechsel beginnt, der vertrauter wird, aus dem sich eine erste Liebe entwickelt, die schweren Belastungen ausgesetzt ist, nicht nur, weil ihre politischen Ansichten weit auseinander liegen.
ISBN 3-922 723-20-9
Politik und Liebe & Briefeschreiben ohne E-Mail und Internet: ein literarisches Juwel
Frances Thomas, geboren in Wales, lebt heute in London. Sie hat zwei Töchter im fortgeschrittenen Teenager-Alter.
»Ich steh dazwischen«
Frage: Wie kamen Sie zu dieser Geschichte?
F. Thomas: Meine Agentin wußte, daß ich einen Stoff suchte, von ihr kam der Vorschlag. Ihr Sohn, der damals sehr rechte Ansichten hatte, tauschte damals gerade Briefe mit einem Mädchen, das sehr links war. Ich habe das zum Anlaß genommen, aber nicht ihre Geschichte erzählt.
Frage: Paul ist ein Junge mit konservativen Ansichten und Eltern, die aus der Studentenrevolte kommen. Gibt es eine Zwangsläufigkeit: linke Eltern — rechte Kinder?
F. Thomas: Sicher nicht, viele Eltern wie die von Paul haben Kinder, die ihre politischen Ansichten teilen. Paul ist kein Beispiel für eine Gruppe oder eine Regel.
Frage: Paul will zur Armee, um ein Beispiel zu geben. Er möchte die Armee nicht den Sadisten überlassen und glaubt, daß das Leben im bürgerlichen England wert ist, verteidigt zu werden, und daß dafür eine Armee notwendig ist. Würden Sie das Buch, das Anfang ‚83 geschrieben wurde, auch nach dem Falkland-Krieg genauso schreiben?
F. Thomas: Sicher. Ich glaube nicht, daß Falkland Paul ändern würde. Ich teile seine Ansichten nicht, auch nicht die von Kate, wahrscheinlich stehe ich selber dazwischen.
Frage: Ihr Text fällt auch wegen der Sprache auf. Sie ist nicht steif, aber Begriffe wie »voll stark« oder »echt geil«, die es ja auch in Englisch gibt, fehlen, dafür merkt man eine dauernde Lust auf witzige Pointen. Ist das eine künstliche Sprache?
F. Thomas: Ganz sicher haben Teenager eine Tendenz, sprachlich zu simplifizieren. Ich mußte mich entscheiden, ob ich Slang-Wörter benutzen sollte. Ich war sehr vorsichtig, habe eine Sprache gewählt, die jugendlich ist, aber ohne Grobheiten.
Frage: Das ganze Buch besteht aus Briefen von Paul und Kate. Hat diese Form Sie eingeschränkt?
F. Thomas: Ein Hindernis war es nicht, aber ich würde kein Prinzip daraus machen.
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