Leistung und Wirkung von Rektifizier-Dampfprall- und Glockenböden
✍ Scribed by Prof. Dr.-Ing. Emil Kirschbaum
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1953
- Tongue
- German
- Weight
- 1009 KB
- Volume
- 25
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
In dem Bewahrungs-Wettstreit zwischen Glocken-und Siebboden sowie Fullkorpern scheinen letztere in der jungsten Zeit aufgeholt zu haben. In ihrer Verwendbarkeit zur Stofftrennung unter sehr niedrigen, absoluten Drucken sind sie unubertroffen. Dennoch fehlt es nicht an Vorschlagen, das Anwendungsgebiet des Glockenbodens durch neuartige konstruktive Mafinahmen zu erweitern. Ein solcher Vorschlag stellt der Dampfprallboden dar. Ober seine Belastbarkeit und seinen Wirkungsgrad wird berichtet. Ein Vergleich mit dem Glockenboden fuhrt zu Betrachtungen uber den Einflui3 des Saulendurchmessers und der Glockenzahl. Versuchsergebnisse zeigen deren gunstigsten Wert. Folgerungen aus diesem liefern sodann erstmalig einen theoretisch begrundeten Zusammenhang zwischen Belastbarkeit, Bodenabstand und physikalischen Grofien, welcher mit fruher erhaltenen Versuchsergebnissen gut ubereinstimmt. Dam pf prallboden Der untersuchte Dampfprallboden') Den Namen gab der Vorrichtung ein Prallblech a, siehe Bild 1, welches auf dem Teller b befestigt ist, und gegen welches Flussigkeit und Dampf geworfen werden. Letzterer stromt unter dem Rand einer Haube c hervor, die mit dem Saulenmantel d verbunden ist. Der Weg der Flussigkeit ist durch den gestrichelt und derjenige des Dampfes durch den punktiert gezeichneten Linienzug wiedergegeben. Die isolierten Rohrchen e dienen zur Entnahme von Probefliissigkeit. Die untersuchten Boden hatten einen Durchmesser von 500 mm und einen Abstand von 200 mm. Das Querschnittsverhaltnis q~ (Zahlenverhaltnis des Saulenquerschnittes zum Stromungsquerschnitt zwischen unterem Rand der Haube c und dem aufgebogenen Rand des Teiles b) hatte einen Wert von 9. Der DampfdurchlaRquerschnitt zwischen Teller und geschlitztem Rand der Haube war etwa halb so groD wie der erwahnte Stromungsquerschnitt. Eine Ansicht des untersuchten Bodens zeigt Bild 2. Nach den Worten des Anmeldungstextes sol1 durch den Prallboden ,,eine gute Durchwirbelung" von Flussigkeit und Dampf sowie ,,eine weitgehende Abscheidung der mitgerissenen Flussigkeitsteild e n " stattfinden und eine ,,gleichsinnige Flussigkeitsstromung" erreicht werden. Welche Belastbarkeit und Wirkungsgrade tatsachlich erreicht werden, war nur durch Versuche festzustellen. Sie wurden im Institut fur Apparatebau und Verfahrenstechnik der Techn. Hochschule Karlsruhe durchgefuhrt*). Versuchsanlage Den Plan der bei diesen Messungen verwendeten Versuchsanlage zeigt Bild 3. Die Rektifiziersaule mit den 5 Boden ist mit a bezeichnet, der Heizkorper mit b und das Umlaufrohr mit c. Ersterer weist eine Heizflache von 12 m2 auf und besitzt Rohre von 31 mm Innendurchmesser und 2 m Lange. Durch die Ventile vl, v2, vs, v4 und v5 konnen Flussigkeitsproben zur Ermittlung des Verstarkungsverhaltnisses der Boden entnommen werden. Der Heizdampf, dessen Druck durch einen olgesteuerten Askania-Regler vorgercgelt wurde, stromte dem Heizkorper durch die Leitung d zu, nachdem er im Flussigkeitsabscheider e von mitgerissenem Kondensat befreit ist. Mittels der Ventile v7 und v8 wurde die Leistung durch den Druck eingestellt, welcher am Manometer f angezeigt wurde. Das anfallende Kondensat stromte durch Leitung g, Kondenstopf h mit Entliiftungsventil vg und den Doppelrohrkuhler i uber das Wechselventil vl0 durch das Rohr k in das MeRgefaD I oder durch das Rohr m in den Ablaufkanal. Zur Fullung des Apparates mit dem Versuchsgemisch diente das Rohr n, wahrend durch Ventil vI1 der Apparat entleert werden ') Vorgetragen auf der Arbeitstagung des Arbeitsausschusses ,.Destillier-und Rektifiriertechnik" im VDI-FachausschuB Verfahrenstechnik am 17. und 18. Oktober 1952 in Boppard; vgl. den Tagungsbericht diese Ztschr. 25, 45 119531.
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