Die directe Beobachtring beslatigt diese Meinung. Fugt man eine klare Losung von Diastase zu Starkekleister, so verwandelt sich die Mischung , wenn die Diastase vollkommen kraftig , in gchoriger Menge vorhanden und die Temperatur auf 600 gehalten war, in eine durchsichtige Flussigkeit, welche. nur e
Leib und Seele. Eine Untersuchung über das psychophysische Grundproblem
- Publisher
- Guilford Publishing Inc
- Year
- 1924
- Tongue
- English
- Weight
- 150 KB
- Volume
- 5
- Category
- Article
- ISSN
- 0340-0727
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✦ Synopsis
Die Absicht dieser Schrift ist es, sowohl den iiblichen psychophysischen Parallelismus wie die Wechselwirkungslehre endgtiItig zu widerlegen. Das erste gesehieht dadurch, dab Driesch in der bekannten Weise physisches Gesehehen mit meehaniseh-maschinenmii$igem identifiziert. Er zeigt dann an zahlreichen alten und neuen Beispie!en, dab das Psychische nichtmaschinenm/i$ige Eigenschaften hat, dal~ es also nieht dasselbe wie das Physische, nur yon einer anderen Seite gesehen, sein kann. Fiir diese Schrift spezifisch ist das ,Mannigfaltigkeits-Argument". Driesch glaubt beweisen zu kSnnen, dal] die Mannigfaltigkeit der beiden Reiche des Physischen und Psyehisehen yon ganz versehiedenem Grade ist, wodurch al!ein der Parallelismus widerlegt sei. ,,Unter der Mannig/altigkeit einer Setzung verstehe ich ihren ,Inhalt', insofern er in Letztheiten zerlegt ist, also in solche Teilsetzungen, welche sieh nicht welter zerlegen lassen; ... der Grad der Mannigfaltigkeit einer Setzung wird nun dureh die Zahl von Setzungsletztheiten angegeben, welehe zu ihrer vollst/~ndigen Umgrenzung notwendig sind, dutch die Zahl ihrer Letztmerkmale also" (59). In der Physik soll es nun maximal nur drei Urdingarten geben, positive und negative Elektronen und ~ther (61); als Letztwirkungsweisen gleichfalls hSehstens 3: die in den Maxwellschen Gleichungen zum Ausdruck kommenden, die Newtonsche Fernkraft und den StoB. Dieser geringen Mannigfaltigkeit steht eine unvergleichlich grSl~ere auf psychisehem Gebiet gegeniiber, wobei unter ,,psychisch" verstanden wird: ,,der unmittelbare Gegenstand, das ,psychisehe Ding', so wie Ich es bewuflt babe" (64). D. finder nun im Psychischen eine grote ZahI von Urdingen, allein die verschiedenen Sinnesmodaliti~ten und -qualit~iten. Dazu tretem aber noch als Letztgegenstiinde das ,,Neben", ,,Damals", ,,Friiher als", Lust und Unlust und die Gedanken, vor allem die Relationserlebnisse.
Mir will scheinen, dal] dies Argument voraussetzt, was es beweisen will. Es ist Voraussetzung, nicht Ergebnis der Uberlegung, dait physisch wirklich nut die genannten Letztheiten sind. Warum aber ist ein Wasserstoffatom oder ein hochentwickelter Krystall nicht ebensogut eine Letztheit wie Atomkerne und Elektronen, in die sic sieh zerlegen lassen ? Woher stammt das Reeht, nut den Ergebnissen einer bestimmten Analyse Wirklichkeit zuzugestehen, nicht aber wesentlichen Eigensehaften der Dinge se]bst, wie der 81M*zifischen Anordnungsform der ,,Urdin~e" im konkreten Einzelding'.~
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