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Leberfunktionspr�fungen bei L�semittel-exponierten Werkt�tigen in der metallverarbeitenden Industrie

✍ Scribed by Szadkowski, D. ;K�rber, M.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1969
Weight
864 KB
Volume
25
Category
Article
ISSN
0367-9977

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✦ Synopsis


In 49 workers at different levels exposed to trichlorocthylene and perehloroethylene the liver function was investigated. SGPT, SGOT, alkaline serum phosphatase, serum copper, serum zinc, bromthaleine test and eleetrophoresis were performed. Statistically, there were in the results no differences to those of a control group. The means of all tests were in the normal range. Hence we may infer that by means of preventive measures the solvent exposition at working places is low enough to protect against severe liver injuries.

Zusammen]assung. Die Halogenkohlenwasserstoffe Trichlori~thylen und Per-ehlor~thylen werdcn in groBem Umfang in zahlreichen Grol3-und Kleinbetrieben, insbesondere der met~llverarbeitenden Industrie, zur Reinigung und Entfettung gebraucht. Eine lebertoxische Wirkung dieser Substanzen ist bisher noeh umstritten. In der vorliegenden Arbeit wurde der Frage nachgegangen, ob sich bei LSsemittel-exponierten Werkt/itigen der metallverarbeitenden Industrie mit modernen, am Arbeitsplatz einsetzbaren labordiagnostischen Mcthoden Leber-parenchymschi~den nachweisen lassen.

Bei 49 Tri-bzw. Per-Exponierten, die drei unterschiedlichen Gef/~hrdungsgraden zugeordnet werden konnten, wurden nebcn anamnestischen Erhebungcn die Serum-Transaminasen, die alkalische Phosphatase und das Gesamtbilh'ubin bestimmt sowie ein Bromthaleintest und eine Serum-Eiweil3elektrophorese durchgefiihrt. Die Messung yon Kupfer und Zink im Serum komplettierten das Untersuchungsprogramm.

Ein Zusammenhang zwischcn dcr Dauer der beruflichen LSsemittel-Exposition und dem Auftrcten subjektiver Beschwerden konnte nicht nachgewiesen werden. ]~/ir die untersuehten labordiagnostischcn Parameter lieBen sich gesicherte Unterschiede zwisehen den einzelnen Gef/ihrdungsgruppen und insbesondere zu eincr Kontrollgruppe nicht objektivieren. S/~mtliche Mittehverte dieser leberdiagnostisehen Tests lagen im Normbereich. Auch ein zusi~tzlicher nicht unerheblicher ehronischer Alkoholkonsum eincs Tells der untersuchten Prob~nden erbrachte keine statistisch gesicherte Zunahme pathologischer Werte in den biochemischen Tests.

Aus diesen Ergebnissen wird gesehlossen, da~ durch die Verwendung yon Absaugevorriehtungen u.~. die LSsemittel-Exposition am Arbeitsplatz heute so nfedrig ist, dal~ eine mit klinischen Methoden fai3bare Leberparenchymschi~digung nicht objektivierb~r ist. * D29.