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Lebensformen und Florenelemente im Nordafrikanischen Trockenraum

✍ Scribed by Frankenberg, P.


Book ID
104632159
Publisher
Springer-Verlag
Year
1978
Tongue
English
Weight
847 KB
Volume
37
Category
Article
ISSN
1573-5052

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✦ Synopsis


Problemsteilung

Im Nordafrikanischen Trockenraum vollzieht sich der Wandel yon holarktischer zu palfiotropischer Flora. Dort liegt zumindest eine der bedeutendsten pflanzengeographischen Grenzen Afrikas. Von Wissmann hat bereits 1948 die Grenzlinie zwischen Palfiotropis und Holarktis, seine ~....Grenze der warmen Tropen', mit Klimaparametern, so der Frostgrenze, in Beziehung gesetzt. Derartige qualitativ-klima6kologische Ansfitze einer Abgrenzung beider Florenreiche haben bei Monod ( 1957) eine ausffihrliche Diskussion und Synthese gefunden. Daget (1977) zeigte die M6glichkeit auf, Areale mediterraner Arten mit dem hygrothermischen Quotienten yon Emberger vergleichend in Beziehung zu setzen. Mit Hilfe quantitativer Metboden konnten Lauer & Frankenberg (1977) eine statistisch abgesicherte pflanzengeographische Tropengrenze enraum ziehen und diese korrelationsstatistisch mit Klimaparametem in Beziehung setzen. Alle bisherigen Ans~itze einer Florenreichsgliederung im Nordafrikanischen Trockenraum sind von chorologischen Artengruppen, das heiBt von Florenelementen, ausgegangen. Der folgende Beitrag versucht darfiber hinaus, physiognomische Artengruppen, also Lebensformen, bei einer Abgrenzung von Pal~iotropis und Holarktis zu berficksichtigen. Das Raunkiaersche System (Raunkiaer 1934) bietet sich zu einer Differenzierung yon Arten nach ihrer Lebensform an. Es handelt sich dabei um den noch heute ge-br~iuchlichsten Ansatz einer Klassifizierung von Lebens-* Nomenklatur nach Qu6zel (1965) formen nach der H6he der f0berdauerungsorgane (dazu: Braun-Blanquet 1964).

Im folgenden wird also versucht, die Grenzen zwischen Palfiotropis und Holarktis in Nordafrika getrennt nach einzelnen Raunkiarschen Lebensformen zu ziehen und so die bisher nicht weiter differenzierten Tropen-und AuBertropengrenzen gleichsam nach ihrer Physiognomie rfiumlich aufzul6sen.


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