Laboratoriumswaschversuche mit synthetischen Rohstoffen und Waschmitteln II: Abhängigkeit der Waschkraft von der Wasserhärte
✍ Scribed by Stüpel, H.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1952
- Weight
- 446 KB
- Volume
- 54
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Synthetische Waschrohstoffe werden als ,hartwasserbestandig" bezeichnet, worunter im engeren Sinn die Eigenschaft zu verstehen ist, dafi sie mit den Hartebildnern des Wassers im Gegensatz zu Carboxylalkaliseife keine Fallungen bilden. Diese Definition ist einerseits durch den Vergleich mit Seife und andererseits durch den Begriff ,,Hartwasser" eingeschrankt, d. h. die Bestandigkeit bezieht sich auf relativ geringe Konzentrationen an Erdalkali-Ionen.
DaB ionische und nichtionogene Waschrohstoff e in nianchen Eigenschaften durch anorganische Salze beeinflufit werden, ist bekannt. Oberflachenaktive Krafte, primar auf die Erniedrigung der Oberflachenspannung w i h i g e r Liisungen (Netzkraft) bczogen, werden durch Salze der 2. Grvppe des periodischen Systems positiv beeinflufit 1, , . Dies kann allerdings nicht als spezifische Eigenschaft der Hartebildner aufgefai3t werden, sondern hangt nach der mathematisch formulierten Theorie von A . B. D. Cassie und R. C. Palmer von der Valenzzahl der Kationen ab und steigt z. B. von Na' uber Ca" zu La"'. Ebenso wird die Zeit, die zum Erreichen des Oberflachen,spannungsminimums notig ist, durch Magnesium-und Calciumsulfat herabgesetzt, was an Laurylund Cetylsulfat gezeigt wurde I. Die Abhangigkeit der Brtuinwollwaschkraft von Wasserharte und Temperatur wurde von S.M. Furry u. Mitarbb. an prim. Alkylsulfat.
Fettshreamidsulfonat, Fettsaureglycerinsulfat, Alkylarylsulfonat und Polyoxyathylen-Kondensaten in Reihenversuchen nachgewiesen und durchweg eine negative M'irkung des harten Wassers festgestellt. Diese Versuche 'konnen nicht quantitativ ausgewertet werden, da aufgebaute Produkte, Rohstoffe und verschiedener Gehalt an WAS verwendet wurden. Eine bemerkenswerte Diff erenzierung mui3 zwischen dem Waschen befetteter Wulle und dem eines pigmentbeschmutzten Baumwollstoffs gemacht werden, da im ersten Fall ein Fettsaureamid-Kondensat bei 1 Oo dH besseren Entfettungseff ekt zeigt als bei Oo dH, was Tab. 1 zu entnehmen ist ' . 'Tabelle 1 Wollentfettung in destilliertent und hartem W'asser Verbliebene Fettmenge in Gew. O! o nach Waschen mit 10° dH Wasser Waschaktive Substanz 4 glliter Oo dH Wasser Isooctylphenoloxyathylen-Kondensat (6) * 92 96 Isooctylphenoloxyathylen-Kondensat (10) ' * 50 40 Oleyloxyathylen-Kondensat (15) * 42 46 Olsauremethyltaurid 86 82 :' . Die Zahlen in den Klammern geben den Kondensationsgrad (Mol Athylenoxyd) an.