𝔖 Bobbio Scriptorium
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Kurzes Lehrbuch der physikalischen Chemie. Von H. Ulich, unter Mitarb. v. K. Cruse. XVI, 315 S. m. 79 Abb. Th. Steinkopff, Dresden u. Leipzig 1938. Pr. geb. RM. 12,—

✍ Scribed by W. Biltz


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1940
Tongue
English
Weight
420 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


R u n d s c h a u -Neue Bucher insbes. der Hochofenschlacken, durchgefiihrt'). Die dabei gesammelten Erfahrungen werden im Zuge der jetzigen Untersuchungen auf das Gebiet der Steingutglasuren iibertragen. I n der keramischen Praxis bestimmte man bisher den Fliissigkeitsgrad der Glasuren teils mit Hilfe von Segerkegeln und teils mit Hilfe der Auslaufstrecke auf geneigten Rinnenviscosimetern. Diese Verfahren ergeben keinen Anhalt iiber die FlieBzeit bei bestimmten Temperaturen.

Die vom Vortr. entwickelten Apparates) wurden jetzt verwandt zur Messung der Viscositat unter einwandfreien Bedingungen, d. h. in Platin. Eine Anzahl Glasuren verschiedener Zusammensetzung. sowie Natron-, Kali-und Bleisilicate wurden im Vergleich zu Borax und Borsaure gepruft. Die Messungen haben ergeben, da13 Kalibzw. Natronsilicate selbst bei Temperaturen von 12000 noch erheblich dickfliissiger sind als Borax und Borsaure bei 800°. Ein alkalisches Natriumsilicat von der molekularen Zusammensetzung Na,O: SiO, = 1 : 2 liegt in der Nahe des Bleisilicates von der molekularen Zusammensetzung PbO: SiO, = 1 : 2. Die Messungen an fertigen Glasuren haben ergeben. daO im Laufe der jetzt im Rahmen der Wirtschaftsgruppe Keramische Industrie durchgefiihrten Versuche zumiudest der Viscositatsverlauf einiger Mischglasuren bereits in der Nahe gebrauchlicher schwach borsaurehaltiger Bleiglasuren liegt. Vortr. wies darauf hin, daO noch weitere Untersuchungen, die vor allen Dingen die Schaffung entsprechender Vergleichswerte mit Hilfe von Rinnenviscosimetern zum Ziele haben, im Gange sind und daO iiber den gesamten Fragenkomplex demnachst berichtet werden soll. Er gab auderdem einen merblick iiber die Erkenntnisse bei der Untersuchung von Glhern und Schlacken, die z. T. richtungweisend sein konnen bei der Bearbeitung der Frage keramischer Glasuren und gins zum SchluO seiner Ausfiihrungen auf den Zusammenhang zwischen der Viscositlt und dem inneren Aufbau von Silicatschmelzlosungen ein.

Aussprache: Dr. F u n k wies auf eine Veroffentlichung von Heinrich Roch jun. im Sprechsaal hino). I m Zusammenhang damit erfolgte eine rege Aussprache uber die ZweckmaDigkeit der Verwendung von Bariumverbindungen, zugleich unter Beriicksichtiguug der von Siegere) gegebenen Hinweise. Bei den praktischen Versuchen haben Glasuren mit eiuem gewissen Gehalt an Bariumverbindungen bei der Verwendung von schwefelarmen Brennstoffen brauchbare Ergebnisse gezeigt, und es wird also wichtig sein, diese Zusammenhange in jedem Fall besonders zu kliiren. -Dr. L e h m a n n berichtet iiber Erfahrungen in der Industrie und weist darauf hin. da13 nach den bisher gemachten Angaben Massen mit einem hohen Kalkgehalt MgO-haltige Glasuren meist zu Mattglasuren umschlagen lassen. ') kgITB. E d e U u. W m , Beiheft zur Ztecbr. des VDOh Nr. 21; Buszug diese Ztsehr. 8) Ber. d k h . chem. Ges. 19, 501 [19381.