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Cover of Kursbuch 184 - Was macht die Kunst?

Kursbuch 184 - Was macht die Kunst?

✍ Scribed by Armin Nassehi (Hrsg.); Peter Felixberger (Hrsg.)


Publisher
Kursbuch Kulturstiftung
Year
2015
Tongue
de-DE
Weight
1 MB
Category
Fiction

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Erstv. 12/2015
[Vermutung: erschienen 2015 bei Murmann - die Rechte wurden eventuell/wahrscheinlich verlagert zur "Kursbuch Kulturstiftung"]

Aus dem Editorial:
"Es ist ein alter Topos, dass die Kunst nicht nur das Schöne und das Erhabene darstellt, sondern auch ein besonderes Erkenntnismittel ist und der Wahrheit womöglich näher kommt als die begrifflich und methodisch geschärfte, deshalb rational genannte, weil wiederholbare und rekonstruierbare Form, die Welt auf den Begriff zu bringen. Oh – das Schreiben ist schneller als das Denken: eben nicht auf den Begriff zu bringen, sondern zu begreifen oder wenigstens in eine Form zu bringen oder ins Bild zu setzen. Freilich ist der Topos nicht allzu alt – er stammt aus der bürgerlichen Gesellschaft, also aus einer Zeit, in der das »Auf-den-Begriff-Bringen« in den unterschiedlichen sich dynamisierenden Bereichen der modernen Welt exorbitant wächst – in der Wirtschaft ebenso wie in der Wissenschaft, in der politischen Programmierung ebenso wie in der philosophischen Methodik, im gesetzten Recht ebenso wie in den Verwaltungsstäben. Nicht dass man das nicht zuvor auch schon gemacht hätte, aber mit der Entstehung der modernen Nationalstaaten und mit der Verbetrieblichung des Ökonomischen, mit der Verwissenschaftlichung des Wissens, vor allem aber damit, dass organisierte Bildungsprozesse zur obligatorischen Lebenserfahrung kompletter Bevölkerungen werden, wird dieses »Auf-den-Begriff-Bringen« letztlich zum Hauptmodus der Welterfahrung und Informationsverarbeitung.
In dieser Gemengelage konnte die Kunst erst jenen Sonderstatus beanspruchen, den sie seit ihrer bürgerlichen Neuformierung erfahren hat. Sie sollte das ganz Andere sein – und zwar sowohl als ein gewisser Ausgleich für die sich rationalisierenden Lebenswelten in affirmativer Hinsicht als auch als Stachel und Relativierung jener Welt in kritischer Hinsicht. Diese Unterscheidung – kritisch und affirmativ zu sein, sogar affirmativ in ihrer kritischen Attitüde, auch umgekehrt: sogar noch dort kritisch, wo sie habituell und in der Rezeption affirmativ war – gehört zum Standardrepertoire der Reflexion übers Künstlerische und über die Kunst. Und letztlich hat sich daran bis heute nicht prinzipiell etwas verändert. An der Kunst sich zu reiben, heißt nach wie vor, ihren Sonderstatus als Erkenntnismittel, als Kritikmedium und als das ganz Andere in den Blick zu nehmen – um dann am Ende doch darauf zu kommen, dass die Kunst der Gesellschaft und der Welt nicht gegenübersteht. ..."

Inhalte:

  • Armin Nassehi – Editorial
  • Hanno Rauterberg – Brief eines Lesers (12)
  • Chris Dercon –?Kunst kann was. Gespräche mit Kuratoren (1)
  • Boris Groys – Die Wahrheit der Kunst
  • Max Hollein – Kunst kann was. Gespräche mit Kuratoren (2).
  • Jürgen Dollase – Ist Kochen eine Kunst?
  • Martin Kornberger – Ist Managen eine Kunst?
  • Peter Rawert – Ist Zaubern eine Kunst?
  • Juan A. Gaitán – Kunst kann was Gespräche mit Kuratoren (3).
  • Karl Bruckmaier – OBI oder das Streben nach Glück
  • Wilfried Petzi – On the Road Again
  • Armin Nassehi – Warum PEGIDA hässlich ist …
  • Conny Habbel – Venedig im Regen
  • Sheikha Hoor Al-Qasimi – Kunst kann was. Gespräche mit Kuratoren (4).
  • Friedrich von Borries, Mara Recklies – Design als Intervention
  • Stephan Opitz – Das Große und Ganze – verschwimmend
  • Hans Ulrich Obrist – Kunst kann was Gespräche mit Kuratoren (5).
  • Peter Felixberger – More Talent, Less Ego
  • WHW – Kunst kann was. Gespräche mit Kuratoren (6).
  • Ernst Pöppel, Eva Ruhnau, Alexandra von Stosch – Menschen haben zu viel Gehirn

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Verlag; Benutzerhinweise; Inhalt; Armin Nassehi und Peter Felixberger; Editorial; Georg von Wallwitz; Schlafwandler aus den Kommunen; Peter Schneider; Revisiting end; Konrad Paul Liessmann; MENSCH 2.0; Armin Nassehi; Mehr Kritik, bitte!; Hannelore Schlaffer; Maximal unverbindlich; Stefan Welzk; Der