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Kryst. 2-Desoxy-d-glucose-3-methyläther. Desoxyzucker 12. Mitteilung

✍ Scribed by H. R. Bolliger; D. A. Prins


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1946
Tongue
German
Weight
200 KB
Volume
29
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Vor liingerer Zeit haben Lewene und Rc~ymond~) aus d-Glucose-3-methylather ( I ) 4 ) den amorphen 4,6-Diacetyl-d-glucal-3-methylather (11) und daraus den kryst. d-Glucal-3-methyliither (111) bereitet. Der aus (111) durch milde saure Hydrolyse5) erhiiltliche 2-Desoxy-d-glucose-3-methyliither (IV) scheint aber noch nicht beschrieben zu sein. Wir haben ihn bereitet, und es gelang, ihn nach liingerem Stehen in Krystallen zu erhalten. Er schied sich aus Aceton-Ather in Prismen ab, die den Smp. 110-112° und die spez. Drehung [a"," = + 5,1° ---f + 13,9O (nach 5 bzw. 30 Minuten, konstant j H,O) zeigten.

Es liegt somit die p-Form vor. Der Zucker (IV) reduziert PehZing'sche Losung kraftig, verhiilt sich aber bei der KeZZer-KiZia~i-Reaktions) abnormal. Statt einer blauen wurde eine grunliche Fiirbung beobachtet, die n u langsam in die obere Schicht eindrang').

Bisher gelang es nicht, aus (IV) ein kryst. Phenylhydrazon zu bereiten. Auch das Lacton des BUS (IV) mit Bromwasser bereiteten 2-Desoxy-d-gluconsHue-3-methyliithers sowie sein Amid, Phenylhydraaid, p-Bromphenylhydrazid und S-Benzylthiuroniumsalz krystallisierten bisher nicht.

Das Glucalderivat (11) wurde nach dem Gl~cslverfahren~) g, aus dem Tetraacetat von (I) in etwa 55-proz. Ausbeute erhalten. Es nimmt 1 Mol Br, auf und geht dabei in das amorphe Dibromderivat (V) uber. Behandelt man dieses mit Zink in verdunnter Essigsiiure unter den bei der Glucalisierung ublichen Bedingungen, so wird (11) in etwa 75-proz. Ausbeute zuruckerhalten. Ahnliche Verhiiltnisse wurden auch fur Diacetyl-Z-fucal (VII)l0) beobachtet : aus dem Tetraaicetat von (VI) wird es in ca. 40-proz. Ausbeute erhalten, aus der


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