Kritik des normlogischen Schliessens
✍ Scribed by Jürgen Rödig
- Publisher
- Springer US
- Year
- 1971
- Tongue
- English
- Weight
- 711 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 0040-5833
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✦ Synopsis
KRITIK DES NORMLOGISCHEN SCHLIESSENS OBERBLICK. Der erste Tell des Beitrags (I) enth~It die Kennzeichnung des normlogischen Schliessens. Ich nehme die Kennzeiclmung vor anhand der neuesten umfassenden deutschsprachigen Darstellung der Juristischen Logik, Ota Weinbergers Rechtslogikl; die Ankniipfung an dieses Werk empfiehlt sich nicht allein wegen seiner vorziiglichen Klarheit, sondem vor allem deshalb, weil Weinberger die Logik der Normen auf eine ffir diese Lehre pr~ignante und besonders ausgewogene Weise vertritt. Dies vorausgesetzt, weicht das spezifisch 'normlogische' Schliessen (I, 2) vom allgemeinen logischen Schlussverfahren (I, 1) ab. Ich kritisiere diese Abweichtmg (II), und zwar zun/ichst anhand einiger yon Weinberger gebildeter Beispiele (II, 1), sodann aufgnmd einer Prfifung der dern normlogischen Schliessen zugrtmdeliegenden Voraussetzungen (II, 2). Im letzten Teil des Beitrags (III) wird gezeigt, wie sich die bei Weinberger ergebenden Schwierigkeiten durch die Anwendtmg der allgemeinen Logik auf ad/iquat definierte deontische Attribute mtihelos tiberwinden lassen. Nach K1/irtmg der Voraussetzungen des eigenen Standpunkts 0II, 1) wird das von Weinberger angenommene 'Widerspruchsprinzip der Normenlogik' bewiesen 0II, 2). Das Ergebnis der f3berlegungen ist ein weiterer Beitrag zur Begriindung der These, einer speziellen 'deontischen Logik' bedtirfe es nicht. I. KENNZEICHNUNG DES NORMLOGISCHEN SCHLIESSENS 1. Der Begriff der "Folgerung' im Sinn der allgemeinen Logik geht aus der klassischen Formulierung Tarskis ~ hervor" 'The sentence X follows logically from the sentences of the class K if and only if every model of the class K is also a model of the sentence X'. Dem Begriff der Folgerung geht hiernach logisch voraus der Begriff der Erfiillung einer Aussageform durch ein Modell. BL sei eine Belegung einer Aussageform AF, also die Ersetzung der in AF vorkommenden Variablen durch Konstante, insbesondere der Subjektsvariablen durch Subjekte. BL wird nun ein Modell yon AF genannt genau dann, wenn AF aufgrund der Belegung mit BL in eine wahre Aussage iibergeht, d.h., wenn der Wahrheitswert (WW) yon AF in diesem Fall das Wahre (WA)
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