16 IX-3 4.8.5 XI-4 5.
Kosmetik als Wissenschaft
✍ Scribed by Kaufmann, H. P.
- Book ID
- 102457260
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1951
- Weight
- 419 KB
- Volume
- 53
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Der Jahresumsatz tler tleutschen kosmetisdien Industrie wurde fiir das Jahr 1950 mit rund 150 Mill. D M angegebcn. Daraus geht die wirtsihaftlichc Bedeutung diescs Industriezweigcs hcrvor. Seine Grundlagc findet er nicht in d e r Empirie vergangcner Zciten oder eincr suggcstivcn Werhung, sondern allein in der hohen Qualitit d e r hcrgestclltcn Kosnietikn, die nur auf Grund wissenschaftlicher Erkenntnisse gcwahrlcistet ist.
Dasjenige Forsdiungsgcbiet, das dcr Kosmctik a m nachsten stcht und sich mit ihr vielfnch ubcrschneidet, ist die F e t tf ii r s c h u n g. a l e . Fcttc, Seifcn, Emulsionen usw. spielcn in der Kosiiietik seit jeher cine iibcrragcnde Kollc. Daher hat die Dcutschc Gesellschaft fur Fettwissenschaft seit ihrer Grundung cine besondere Arbeitsgruppe ,Kiirpcrpflcgcmittcl~ und vereinigt in tlieser Chernikcr, l'cdinikcr und Arzte z u cincr er-sprieDlichen C;cmeirischaftsarbcit. Die Gcsellschaft kann sich der M itarbeit fuhrender I~crmatologen und Physiologen crfreuen.
H r ~, ~i i f f s b r s t i r / i ~r i i i i t g r o i d Gc~shicli
/c (If:. lio.sinr/ik D;IS Wort Kosmctik lcitet sich ah von dem griechischcn Wort ..Kosmos". Dieses hedcutet a n sich Ordnung. aber auch Schmuck und wiirtlc z. 13. vcrstanden irn Sinne der Kcnnzeihniing tler Waffen 31s Zicr dcs Mannes. Ebcnso hcil3t das Wort .ziio!trr v" ordnen. inshesontlerc schmiickcn. zieren und mit Sdiiinhcit ausstatten. IJrsprunglich ist also tlic Kosmetik cntstanden aus dcm Schiinheitshedurfnis ties Mcnschen. Schiin ZLI scin und jung zu bleiben. ist ja ein bcgreiflichcr Wunscb, crsterer insbesondere dcr Frau. W i r l i ~b e n dic Schonheit in der Natur. in eineni Genialde oder Kunstwerk, in eincm schonen Haus. So hat die Kosnietik, allein schon vom Standpunkt der Sthiinheitsliebe betrachtet. ihre Dnseinsbcrechtigunfi.
Kosmetik in1 Sinnc der Schiinhcitsptlcge ist getrieben worden. seitdein cs Mcnschen gilit. Von tlcn friihestcn Zeitcn a n bcobachtcn wir den Wunsch. iiufiere Mittel zur Versch6nrrung dcs Kiii pcrs hcranzuzichen. Bereits die alten Phiinizicr. Kgyptcr (hesondcrs in tlcn Stadten Thetien untl Mcmphis) usw. haben Kosmctik getricben und K o ~m c t i k a bcscsscn. 'erschiincrungsmittcl. wic wir sic auch heute anwenden. waren schon tlanials hckannt: Die F i r b u n g der Haarc. dcr Augeribr;iucn. tlcr Fingerhigel, tlic Verwcndung von Gesiclhtspuder usw. I h i S sith z. 13. die Haarpflegc Iiesonderer Beachtung im altcn Agypten crfreute, erschen S i r aus dcr Vcrwcndung dcr darnals schon hckannten Henna, die his zuni Iicutigen Tap benutzt wird. Im Schrifttum der Gricchen findcn wir zahlreiche €linweise auf die Benutzung von Salhen und oricntaliscfiem Parfiini. und bei den vornehnien Kiinicrri war tlic tigliche Vcrwendurlg wohlriechendcr Ule iiach dem Bad cine Selbstverstandlirlikeit. Mit dcr antiken Kultur vcrschwand auch die Schiinhcitspflege. und crst dic Aiaher Iiraditen sie wiedcr inch Europa. Dort wurdc sic in Italien (Genua, 1;lorcnz. 'medig) gcpflcgt. uin d a n n in Frai1kreic.h. besondcrs zur Zeit I.udwigs XV., einen Hiihcpunkt iu crrcichcn. In Deutschland gcwann die Kosmetik crst im 18. Jahrhunclert Bedcutung. Eines d c r crsten Erzeugnisse. das iiber die Grenzen hinaus heruhmt wurde. w a r das Khlnische M'asscr.
📜 SIMILAR VOLUMES