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Korrosionsverhalten von Stahl in Zementmörtel bei kathodischer Polarisation in Meerwasser und 0,5 M NaCl-Lösung

✍ Scribed by H. Hildebrand; Dr. M. Schulze; Priv.-Doz. Dr. W. Schwenk


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1983
Tongue
German
Weight
567 KB
Volume
34
Category
Article
ISSN
0947-5117

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Abstract

Stahlproben in Zementmörtel wurden am VDEh‐Versuchsstand Helgoland und in 0,5 M NaCl‐Lösungen im Laboratorium bis zu drei Jahren ausgelegt.

In Meerwasser wurden Proben aus Portlandzement mit Zink‐oder Magnesium‐Anoden kathodisch geschützt. Im Laboratorium wurden Proben aus Portland‐oder Hochofenzement bei freier Korrosion und bei Potentialen zwischen U~11~ = −0,53 bis −0,98 V belastet.

In allen Fällen konnten kleine Lochfraßstellen beobachtet werden. In Meerwasser zeigten sie eine signifikante Abhängigkeit vom Potential und eine geringfügige Anreicherung von Chloridionen. Hier ist eine normale anodische Lochkorrosion anzunehmen, die durch Zink nicht vollständig, verhindert werden kann. Die Erscheinung nimmt mit der Zeit ab. Bei den Versuchen im Laboratorium zeigten die Lochfraßstellen keine systematische Abhängigkeit und waren wesentlich kleiner. Die Portlandzementprobe beim negativsten Potential U~11~ = −0,98 V zeigte größere Lochfraßstellen bis zu 0,5 mm Tiefe. Diese sind vermutlich kathodisch entstanden. Die Korrosionsstellen waren mit Magnetit gefüllt und praktisch chloridfrei.

Da derartig negative Potentiale im Bereich der Wasserstoffenwicklung praktisch nicht vorkommen, ist diese Korrosionserscheinung im Gegensatz zu Literaturhinweisen ohne technische Auswirkung.