Kontrollierte Selbstorganisation von cyclischen Gold(I)-Komplexen: eine neue Klasse metallorganischer Catenane
✍ Scribed by Christopher P. McArdle; Michael J. Irwin; Michael C. Jennings; Richard J. Puddephatt
- Book ID
- 101304499
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1999
- Tongue
- English
- Weight
- 135 KB
- Volume
- 111
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Catenane, die möglicherweise in molekularen Funktionseinheiten eingesetzt werden können, wurden bereits nach mehreren Methoden hergestellt, z. B. durch Templatsynthese mit Metallionen. In neuerer Zeit wurden auch Synthesemethoden für Catenane mit Metallatome enthaltenden Makrocyclen entwickelt. [5] Uns sind allerdings nur zwei Beispiele bekannt, in denen metallorganische Einheiten vorkommen: die Magnesiumverbindung A (nur ein Ring enthält ein Metallatom) und das Gold(i)-acetylid B (R tBu). Aus verschiedenen Gründen ist keine dieser Synthesemethoden ohne Schwierigkeiten so zu modifizieren, daû viele unterschiedliche Catenane synthetisiert werden können. Wir beschreiben nun eine Synthesemethode, bei der durch spontane Selbstorganisation bequem metallorganische Catenane mit verschieden groûen Ringen zugänglich sind und die somit eine systematische Untersuchung solcher Verbindungen ermöglichen sollte.
Über die Synthese der Digold(i)-diacetylide [(Au-CCÀRÀCCAu) x ] 1 mit linearen Abstandshaltern R (z. B. R C 6 H 4 ) und ihre Verwendung als Vorstufen für die Herstellung von starren stäbchenförmigen Polymeren oder cyclischen Organogoldkomplexen haben wir berichtet. Die Komplexierung von 1 mit neutralen zweizähnigen Liganden, wie Diphosphanen, lieferte damals cyclische Komplexe, deren Durchmesser zur Bildung von Catenanen zu klein war. Das Digold(i)-diacetylid 2 ist länger und flexibler als 1 und kann deshalb Ringe mit gröûerem Durchmesser bilden. Seine Umsetzung mit Ph 2 P(CH 2 ) n PPh 2 (n 2 ± 5) führte in der Tat in guten Ausbeuten nicht nur zu makrocyclischen Komplexen (3), sondern auch zu [2]Catenanen (4), die als farblose, luftstabile, in organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan lösliche Feststoffe erhalten wurden (Schema 1).