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Kontinuierliches Verfahren zur Anreicherung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren

✍ Scribed by Wille, H.-J. ;Traitler, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1988
Weight
602 KB
Volume
90
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Mehrfach ungesattigte Fettsauren der (n-6)-und der (n-3)-Serie sind von groDem emihrungswissenschaftlichem Interesse. Fur spezielle Studien und Anwendungen werden diese Fettsauren in hohen Konzentrationen benotig. Einige ' Sauren " dieser Serien sind jedoch in pflanzlichen oder tierischen len nur selten anzutreffen und sind darin hochstensin Mengen von bis zu 25 ' %I enthalten. Die Anwendung einer Reihe von Fraktionier-Techniken auf Fettsauren von schwarzem Johannisbeerkernol als Beispiel ergab zufriedenstellende Ergebnisse mit dem Hamstoff-Addukt-Verfahren. Mit dieser Methode gelang es, a-und y-Linolensaure voneinander zu trennen. Fur eine weitere Auftrennung der verbleibenden Stearidon-(C18 : 4,n-3)und y-Linolensaure (C18 : 3,n-6) envies sich ein praparatives HPLC-Verfahren als geeignet. Die Ubertragung der Hamstoff-Methode in den Tonnen-Mdstab als Batch-Verfahren fiihrte zu einer verminderten Trenn-Selektivitat, vermutlich verursacht durch unzureichenden Wiirmeaustausch und unvollsttindige Hamstoff-Addukt-Bildung. Diese Schwierigkeiten konnten durch Entwicklung eines kontinuierlich arbeitenden Rozesses unter Venvendung von Wheaustauschem mit sttindig abgeschabter Oberflache vermindert bzw. vermieden werden. Diese Technik wurde auch auf Fettsauren anderer Rohstoffe angewandt, wie z. B. Fischol, Borretschol und Nachtkerzenol.

I. E i n l e i t u n g

Als essentielle Fettsauren werden mehrfach ungesattigte Fettsauren bezeichnet, die vom menschlichen Korper nicht synthetisiert werden konnen. Hierbei unterscheidet man zwischen den Gruppen der (n-G)-Serie und der (n-3)-Serie mit Linol-bzw. a-Linolensaure als jeweils erstem Glied der Stoffwechselkette. Diese Sauren sowie ihre Homologen sind von groBer emahrungswissenschaftlicher Bedeutung, weil sie unter anderem Ausgangsstoffe der Biosynthese von Eicosanoiden darstellen lY2. Unter Eicosanoiden versteht man enzymatisch oxygenierte Derivate ungesattigter Fettsauren mit einem Geriist aus 20 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Prostaglandine, Thromboxane oder Leukotriene. Diese Substanzen spielen eine wesentliche Rolle bei einer Reihe physiologischer Vorgiinge; so sind z. B. Eicosanoide bei bestimmten kardiovaskuliiren Prozessen oder bei Entzundungen beteiligt *.

Abb. 1 zeigt in vereinfachter Form den Metabolismus "IllSIUHt


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gewonnen. Auch wurde gekochter Reis vom Vortag in kleine Beutel gefiillt und diese zur Wasche gegeben, um eine leichte Steife zu erzielen. Ein aus Rotalgen gewonnenes, wasserlosliches Polymeres fand spezielle Anwendung beim Steifen von Seide, da die Substanz eine volltransparente und besonders besta