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Komplexkatalyse; Zur Struktur-Wirkungsbeziehung bei h3-Allyl-nickel(II)-Komplexen als Katalysatoren für die stereoreguläre Butadienpolymerisation

✍ Scribed by Rudolf Taube; Udo Schmidt


Book ID
104609571
Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
2010
Weight
510 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0044-2402

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✦ Synopsis


hoher liegenden LUMO reagiert langsam. Damit verhalten sich Heteroolefine qualitativ analog den Olefinen mit polaren End-Vom speziellen Charakter des Heteroolefins hangt es dann an, ob nach erfolgter reduktiver Eliniinierung von R-R bzw. Alkan und Olefin eine Sekundarreaktion stattfindet. Diese kann im Austausch von Neutralliganden oder in einer chemischen Umwandlung des Heteroolefins am Zentralatom bestehen, wie das 2.B. fur das Biacetyl beobachtet wird. Die Reaktion mit Propionaldehyd zeigt, daB sich durch Anderung der Substituenten am Heteroolefin die Richtung der Reaktion verandern h B t . 2,2'-Bipyridin-bis-ethylnickel(I1) reagiert im ersten Schritt bevorzugt unter C-H-Aktivierung nach 111. Das gebildete Produktein Oxallylkomplex des Nickel(I1) --ist aber nicht stabil und setzt sich mit weiterem Propionaldehyd zu n-Methyl-fi-ethyl-acrolein urn, daneben kann in geringen Ausbeuten der Komplex (bipy)Ni(a;-methyl-8-ethylacrolein) isoliert werden (vgl. 173). Es kann erwartet werden, daB Verinderungen am Ausgangskomplex ebenfalls einen EinfluB auf die Reaktionsrichtung haben. Zwar reagiert die phosphanstabilisierte Bis-phenyl-nickel(I1)-Verbindung (Tab. 1) mit 1,4-Diazabutadienen noch in analoger Weise gemllB 11, doch zeigt die.Untersuchung der Reaktion zwischen Azomethinen der Zusammensetzung p-R -C,H, -CH = N-C,H, und Bis-cyclooctadien-nickel(0) in Gegenwart von Butadien, daB in diesem Fall die Reaktion in Richtung I gelenkt wird: Das intermediar gebildete a, w-Octadiendiyl-nickel(I1) (vgl. z. B. [8]) reagiert in benzolischer Losung rnit den Azaolefinen zu kristallinen, glanzenden, braunroten Komplexverbindungen der Summenformel (C,H,,)(p-C,H,-CH=N-Ph)Ni, in denen eine Verknupfung der Sch#mhen Basen mit einer C,-Kette erfolgt ist. Die reduktive Eliminierung wird also in diesem Fall zugunsten einer Insertionsreaktion des Heteroolefins in eine der beiden komplex gebundenen Allylgruppen zuruckgedrangt. Die letztgenannte Reaktion steht in enger Verbindung zu den kurzlich beschriebenen interessanten ka.talytischen Reaktionen zwischen Azomethinen und Butadien [9], bei denen Zwischenprodukte allerdings nicht isoliert wurden.


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