Kolorimetrische Untersuchungen an offenen Sternhaufen in den Standard - Spektralbereichen der Integralphotometrie M 37 (NGC 2099)
✍ Scribed by Wilhelm Becker
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1948
- Tongue
- English
- Weight
- 754 KB
- Volume
- 276
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
Abstract
Es werden Standard‐Helligkeiten und Farbenindizes von 242 Sternen zwischen 11^m^.0 und 15^m^.5 im offenen Sternhaufen M 37 bestimmt. Die Spektralbereiche, die so gelegt sind, daß die Helligkeiten möglichst deutlich die Intensitätsverteilung in den Sternspektren wiedergeben können, stehen in Tab. 1, die auch Angaben über die mittleren Fehler enthält. Die bisherigen Daten für den Sternhaufen stehen in Tab. 2. Die interstellare Verfärbung von M 37 ist sehr gering; sie beträgt im langwelligen Farbenindex ‐0^m^.074 und im kurzwelligen Farbenindex +0^m^.087. Sein Entfernungsmodul ergibt sich aus 71 a9‐ bis f4‐Sternen zu 10^m^.96 und aus 17 G‐Riesen zu 11^m^.07, im Mittel zu 11^m^.02 (1600 pc). Nimmt man ein λ^−1^‐Gesetz für die interstellare Verfärbung an und schließt neutrale Absorption aus, so beträgt die Korrektion des Moduls wegen Absorption 0^m^.30 und die geometrische Entfernung 1390 pc. Bei einem scheinbaren Durchmesser von 24' ergibt das einen linearen Durchmesser von 10.0 pc.
Das langwellige Standard‐Farben‐Helligkeits‐Diagramm zeigt wie bei den anderen drei bisher untersuchten Sternhaufen einen linearen Hauptast. Die „natürliche”︁ Streuung der Farbenindizes beträgt ±0^m^.096. Das kurzwellige FHD zeigt diesen geneigten Ast nur für Sterne schwächer als 13^m^.5. Die helleren Haufensterne sind dagegen beträchtlich nach roten Farben hin verschoben und deuten somit eine abnorm kräftige Depression der kurzwelligen Energiekurve an (BALMER‐Kontinuum). Sie ist bei diesen A‐Sternen fast größer als bei den normalen G‐Riesen von M 37. Die zugehörigen Daten stehen in Tab. 4. Sie zeigen, daß die Leuchtkräfte der abnormen Sterne größer sind als die von normalen Sternen gleichen Typs. In der Leuchtkraftfunktion der Hauptreihe sind die abnormen Haufensterne durch ein Minimum bei 13^m^.5 von den normalen Haufensternen schwächerer Helligkeit abgetrennt. Außer diesem Minimum treten noch solche bei 11^m^.6 und 12^m^.6 auf (Tab. 5).
Die Unterscheidung von physischen und nichtphysischen Haufenmitgliedern nach der Methode der Intensitäts‐verteilung zeigt, daß der letzteren Gruppe 20 von den gemessenen Haufensternen zugerechnet werden müssen.
Die gelben Riesen und Zwerge von M 37 weisen eine sehr verschiedene Depression der kurzwelligen Energie‐kurve auf (Tab. 6), was insbesondere im Hinblick auf die Methode der Farbdifferenzen zur Trennung von späten Riesen und Zwergen von Bedeutung ist.
Tab. 7 am Schluß gibt die Standard‐Helligkeiten und Farbenindizes von 242 Haufensternen. Tab. 8 gibt für 24 Haufensterne die Spektraltypen nach ZUG.
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