𝔖 Bobbio Scriptorium
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Kohlenwasserstoffe aus Cinnamylchlorid, C6H5.CH:CH.CH2Cl («Styrylchlorid»)

✍ Scribed by Rupe, H. ;Bürgin, J.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1910
Weight
355 KB
Volume
43
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


eine einheitliche chemiscbe Ursache zuriickgeliihrt werden kann. Aus diesem Grunde habe ich mich bemiiht, eine gerneinsame einfachere photochemische Eracheinung an Farbstoffen aufzufinden, welche i n der VergroBerung der GaslSslichkeit i n den bestrahlten Lasungen vorzuliegen scheint. Als Ursaclie dieser Erscheinung nehme ich nus verschiedenen Griinden Kondensationskerne an, die itn Lichte eotstanden sind. Dadurch bilden sich lokale Konzentrationsvergr813erungen, durcb welche gewohnliche chemiche Reaktionen, die im Dunkeln nicht stattfinden, merkbar beschleunigt werden konnen. Welcher Art diese rein rhemischen VorgLnge bei den verschiedenen Farbstoflgruppen und ihren einzelnen ReprPsentanten sind, kann nur die in jedem spezielleo Fall durchgefuhrte Zintersuchung lehren.

Die bier an Farbstofflosungen beobxchteten Erscheinungen konnten auch bei nnderen photochemisch interessanten Substanzen, wie Chininsulfat, Blutlaugensalz und Uranylnitrat nachgewiesen werden. Es scheint daher erlaubt, Kondensationskerne mit adsorbierenden Eigenscliaftcn zur Erklarung und zum Verstilndnis von sehr verschiedennrtigen cheniischen Wirkungen des Lichtes anzunehmen. Hierauf sou i n den folgenden Mitteilungen I) eingegangen werden.

Hrn. L. G. S m i t h aus Boston spreche ich fur seine wertvolle

Unterstutzung bei den Vorversuchen zu dieser Arbeit meinen besten Dank aus. 19. H. Rupe und J. Bargin: Kohlenwaaaeratofle aua afnnemylchlorld, C, Hs . CH: CH. CH% 01 (sStyrylchlorida). (Eingepngeii am 20. Dezember 1909.) Zur Erganzung der in unserem Laboratorium ausgefuhrten Untersuchungen uber den EinfluB der Konstitution nuE dae Drehungsvermiigen optisch-aktiver Korper war es wunschenswert, die Gruppe CS Hs. CH: CH. CH, . i n optisch-aktive Korper einzufuhren. Das schien am einfachsten zu erreichen, wenn das aus Cinnamylchlorid und Maguesium entstehende G r i g n a r d s c h e Salz mit aktiven cyclischen Ketonen i n Reaktion gebrncht wurde. C i n n a m y l c h l o r i d reagiert in atherischer Lnsung mit Magnesium ganz normal; versucht man jedoch dss gebildete G r i g n a r d s c h e Salz an einen Aldehyd oder ein Keton anzulagern, so beobachtet man keine I) Einiye hwcndungen :iuf rein photochemischem rind photographischem Gebiet wurden schon in dem Vortrag in der Sitzung vom 13. Dezembcr IW kuri: mitgeteilt.


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