Kinetik und Reaktionsmechanismus der Formaldehyd-Kondensation
✍ Scribed by Pfeil, Emanuel ;Sehroth, Günther
- Book ID
- 102784389
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 882 KB
- Volume
- 85
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Die durch Laugen hervorgerufene, autokatalytisch verlaufende Umwandlung des Formaldehyds in Oxy-aldehyde und -ketone ist vom Kation des verwendeten Hydroxyds abhangig. Die Reaktion verliiuft um so schneller, je verdiinntere Formaldehyd-Losungen man verwendet.
Der EinfluB von Alkoholen, Glykol, Glycerin, Glucose, Dioxan und Tetrahydrofuran auf den Ablauf der Kondensation wird untersucht. Die Umsetzung ist in Bezug auf den Formaldehyd eiiie monomolekulare Reaktion.
Aus den Versuchen folgt, daB die Kondensation uber einen Komplex aus undissoziiertem Metallhydroxyd, einer Oxy-0x0-Verbindung und Formaldehyd verlaufen mu@ der mit einem Molekiil Treien Formaldehyds reagiert. Ein ahnlicher Mechanismus wird auch fur die der Hauptreaktion vorausgehende Primarreaktion vorgeschlagen.
Unterwirft man Formaldehyd in waBriger Losung der Einwirkung alkalischer Katalysatoren, so geht er in ein Gemisch von Oxy-aldehyden und Oxy-ketonen iiber. Dies6 ,,Kondensation" des Formaldehyds (im folgenden F K genannt) ist bereits 1861 von A. Butlerowl) entdeckt worden. Dieser glaubte bei der Umsetaung ein einheitliches Produkt erhalten zu haben, dem er den Namen ,,Methylenitan" beilegte. Spatere Bearbeiter erkannten indessen, daB die Kondensation zu einer ganzen Reihe verschiedener Stoffe fuhrt, deren Trennung sehr groBc Schwierigkeiten bereitet 233).
Schon 0. Loew3) beohachtete, daB die Reaktion vom Hation der verwendeten Base abhangig ist, und daB sie in verdiinnten Aldehyd-Losungen schneller verlauft als in konxentrierten. Erst beinahe 20 Jahre spater wurde gefunden, daB die Geschwindigkeit der Kondensation mit der Reaktionszeit zunimmt4), und die Erklarung der wahren Ursachen dieser Reaktionsbeschleunigung erforderte sclilieBlich abermals 20 Jahre.
H. S c h m a l f u 5 und M. Congeh16) haben zuerst darauf hingewiesen, daB die PK alle Anzeichen einer autokatalytisch beschleunigten Reaktion zeigt ; entgegen ihrer Ansicht sind aber nicht die bei der Kondensation gebildeten Zucker die Beschleuniger der Reaktion. Diese wird vielmehr, wie sich spater herausstellteay7), durch eine Reihe von Oxy-0x0-Verbindungen, an der Spitze Dioxyaceton und Glykolaldehyds) weit starker beschleunigt als durch Hexouen. Da die beiden erstgenannten vermutlich auch die primaren Reaktionsprodukte der FI< darstellen, bietet diese also das Bild einer echten organiscben Autokatalyseg).
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dukte konnte also sehr wohl den niedrigen Wert haben, den die neu aufgefundene Substanz zeigt. Sicher w k e die neue Zerfallsreihe mit dem Uran-Isotop UIV vom Atomgewicht 236 noch nicht zu Ende. Ob es gelingen wiirde, weitere Zerfallsprodukte der neuen Reihe nachzuweisen, konnte nur die weitere exp