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Kinetik der wasserstoffinduzierten Spannungsrißkorrosion—Tell 1: Wesentliche Einflußgrößen des Bruchvorgangs im Hinblick auf hochfeste Stähle

✍ Scribed by Dr. B. Stellwag; Prof. Dr. H. Kaesche


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1982
Tongue
German
Weight
896 KB
Volume
33
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Anhand der Literatur wird auf einige wesentliche Aspekte des wasserstoffinduzierten spröden Bruches im Hinblick auf hochfeste Stähle eingegangen. Die Durchsicht zeigt, daß die elektrochemischen Bedingungen im Bereich der Rißspitze selbstregulierend sind und nur schwer von außen beeinflußt werden können. Die erhöhte Wasserstofflöslichkeit in aufgeweiteten Gitterbereichen bewirkt eine Wechselwirkung des interstitiell im Werkstoff gelösten Wasserstoffs mit Spannungsfeldern. Mit steigender Materialfestigkeit üben deshalb besonders hoch belastete Werkstoffbereiche, wie sie z. B. vor Rissen oder an Kerben vorliegen, eine zunehmende Sogwirkung auf gelösten Wasserstoff aus. Nachdem kurz auf Theorien und die Kinetik des wasserstoffinduzierten Bruches hochfester Stähle eingegangen wird, wird anhand einer überschlägigen Bilanz der wesentlichen, beim wasserstoffinduzierten Dekohäsionsbruch auftretenden Kräfte die Bedeutung der Werkstoffestigkeit für die Kinetik des Reißens herausgestellt.

Parallelen zum wasserstoffinduzierten spröden Bruch hochfester Aluminium‐ und Titanlegierungen werden aufgezeigt. Die Gemeinsamkeiten im Bruchverhalten legen die Vermutung nahe, daß auch beim wasserstoffinduzierten Bruch von Titanlegierungen Dekohäsionsvorgänge von Bedeutung sind. Von Aluminiumlegierungen ist dieser Effekt bekannt.