Die gone Zahl der Ehrungen und Auszeichnungen, die ihm im Laufe dieses Dreivierteljahrhunderts zuteil geworden sind, 1aBt sich aus den seinem Namen beigefiigten Titeln nur erahnen. Karl Winnacker selbst legt in der ihm eigenen Bescheidenheit nicht allzuviel Wert auf Titel und Ehrungen-fur ihn gilt d
Karl Winnacker 80 Jahre
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1983
- Tongue
- English
- Weight
- 114 KB
- Volume
- 14
- Category
- Article
- ISSN
- 0933-5137
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โฆ Synopsis
Kaum eine Personlichkeit in der Industrie hat den Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg derart gepragt wie Karl Winnacker, der am 21. September 1983 sein achtzigstes Lebensjahr vollendete. Durch die ,,Entflechtung" der IG-Farben war die chemische Industrie, der er sich seit Anfang der dreiBiger Jahre verschrieben hatte, damals besonders schwer getroffen. Hier ging es ja weniger um den Abtransport von Produktionsanlagen wie etwa beim Maschinenbau oder Automobilbau, sondern weit mehr als bei den anderen Branchen um die Blockierung von Verfahren, Enteignung von Patenten, Lizenzen usw. durch die Siegermachte. Mit Behutsamkeit, Beharrlichkeit und Diplomatie mul3te deshalb fiir die Chemiewirtschaft ein neuer Anfang gefunden werden. Mit welchem Geschick und Erfolg Winnakker dabei im Verein mit seinen Kollegen von den anderen IG-Nachfolgefirmen vorgegangen ist, laBt sich unschwer am Aufstieg und der Entwicklung der ,,Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister, Lucius und Briining", der heutigen Hoechst AG, nach 1945 ablesen.
Winnacker begann seine Tatigkeit in der chemischen Industrie nach dem Chemiestudium an der Technischen Hochschule Darmstadt und anschlieaender Assistentenzeit bei Professor Ernst Berl, bei dem er in Darmstadt zum Doktor-Ingenieur promovierte. Durch die Mitarbeit an Berls grundlegendem Buch ,,Chemische Ingenieurtechnik" war er mit den ingenieurmaaigen Aspekten der Chemie besonders vertraut und konnte sie erfolgreich in die Praxis umsetzen. Bei Kriegsende gehorte er zu den fiihrenden Mannern in Hoechst, deren Tatkraft es zu verdanken ist, daa aus den Ruinen der Fabrikanlagen neues Leben wachsen konnte. Als Vorsitzender des Vorstandes wuBte er dann, und spater als Aufsichts-
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