Kann das menschliche Auge überhaupt und in welchem Grade der Deutlichkeit unter dem Wasser sehen?
✍ Scribed by Hr. Munke
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1824
- Tongue
- English
- Weight
- 452 KB
- Volume
- 78
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
Kann das me/fchlichs A w e iiberhaupt und in we[clrem Grade der Deutlichteit unter dem WaJer fehen? 9 r o m Hrn. Hofratli MUNKE, Prof. der PhyGk zu Heidelkberg. B e i der neiieii Bearbeitnng des Gelilerfchen WBrterbuclies der Pliyfik mllCste diere FraSe, welche vor eiiiigen Jahrcn Gegenfiaiid rnelirerer ,Discufioiieii war, iiotliwendig ziir UiitcrG~cliung konirnen, iind icli nalirn m i r dalier vor, fie To weit wie m6glich befiimmt zu beantworteii, urn Ib nielir , a1s die bislier bckannten Erfaliriiiigcn uiid darauf gefiutzten Behauptiingen ciiiandcr fclieiiibar widerlpreclien , indem einige ebeii Co befiimmt dio Miiylichkeit des Seliens linter WafTer aiinelirnen , a13 andere dicklbe verneinen. Die iiachfie VeraiilalTiiiig zii der eben e r d i n t s n Unterfiichung dierer Frage hat dasjenige gegeben, was i l l dieCen Annalen ' 3 fiber dierelbe mitgetlieilt ifi, iind a u k r welclicm ich den Gegenfiand irn Verhaltnirs gegen die Aiisfiihrliclikeit verwandter U n t e r hcliutigeii kaum erwahnt fiiide. Atn friihefien hat der *) Vorgelefen in der Gefellfchalt fur NiturwilTenfchafc uiid Heil-Lunde zu Heidelberg. ") Bd. XXXIY. p. j 4 ; 36; 43; 53. Bd. XXXVI. p. 3%. c 258 1 gelehrte und fchnrfliziriigo H ii y g e n a die Frage aafgeworfen , und auf eine ei~eiitliiinilicl~e WeiLe k u n , in1 Ganzen aber 1f.h gcniigend beantwortet. Er hagt nrmlicli , daCs durch das WaITer diejenige Breclinng Jes Lichtcs wegfalle , welclie daKelbe beim Eiiitritt i n die w8lTerige Feuchtigkeit des Anges erh i d e , weil das Brechungsverm6gen beider , des Wafh e r s u n d der wafferi~en Feuchtigkeit im Auge glaiclr fey (den Einflufe der Cornea ah unbedeutend verhaelilriligt 1. Hiernach mlilTe diefe alCo durch ein Glas erCetzt werden , welclies xilit der Cornea gleiche KrfixiimunS Iiabe, alCo durch eine biconvexe Linfe yon 0,3 2. Brennweite, durcli we*lclie Tauclier unter Wider [ekhen wcrden. Uebrisens L y das Selien unter Wallkr nicht aiiclers , als wenn ein relir alter M a n n ( d c h e s 10 vie1 ifi als eiri felir weitficlitiger) dnrcli ein iialie vor das A q c gelialtenes Itarkea Holilglas lehen wollte. S m i t 11 ,*I, indern er v o n gleicheii G r u n d h z e n ausgeht, giebt cine richtigere Anwoil'iiinS. Er lagt n2m-Iich: das Licltt werde, atis der Luft i n daa Auge fallend, durcli dic wxfferige Feuclitigkeit in einen hinter der Retina Iicgenden Breniipiinkt vereinist, u n d dafs das Bild die Retina erreiclirt, ley dann eine Folgc der aberrnaligen B r e c h u ~~g durch die KryfialllinCe. Dieremnacli miiflc unter WiaITer die Brechnn; d~ircli die wirfleerige Fenchtigkeit des Auges niittelfi einer Glaslinle erf'etzt werden, dercn Brennweitc fur Lichtfirillilen , welclie ails Warm in Glas fallc~i, derjeiiigt.11 6lcicli ley, welclie die wiifleerige Feuclitillkeit dej Au-*] Dioptr. p. 118. **! 0pt:k iiberf. von Krcflner, p. j7;.