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Kalorische und mechanische charakterisierung des nachwirkungsverhaltens hochvernetzter polymerer

✍ Scribed by Kaiser, Johannes


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1979
Weight
309 KB
Volume
180
Category
Article
ISSN
0025-116X

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✦ Synopsis


Einleitung

Unter Nachwirkungserscheinungen werden bei festen, nicht kristallinen Stoffen bekanntlich Eigenschaftsanderungen verstanden, die unterhalb der Glastemperatur ablaufen. Diese sind eng verbunden mit den Vorgangen bei der glasigen Erstarrung, wo nach Uberschreiten einer gewissen Grenzviskositat der gerade herrschende Ordnungsgrad der Makromolekiile eingefroren wird. Fur alle Temperaturen unterhalb der Einfriertemperatur befindet sich dann das glasig erstarrte Polymere in einem thermodynamisch nicht stabilen Zustand, so daB Nachwirkungsprozesse ablaufen konnen. Die damit verbundenen Konformationsanderungen im Polymeren verandern oft drastisch sein Eigenschaftsbild. Der Vorgang wird meist verdeutlicht a m Beispiel der Volumennachwirkung'.'). Weitere in der Literatur angegebene Eigenschaftsanderungen sind: Zunahme von E-Modul und Festigkeit, Abnahme von Bruchdehnung und Kriechgeschwin-digkeit3 -'I. Wahrend sich bereits zahlreiche Veroffentlichungen mit dem Nachwirkungsverhalten bei Thermoplasten beschaftigen, gibt es bei duroplastischen Werkstoffen vergleichsweise wenig Literatur6 -'). Die vorliegende Untersuchung ist Teil einer Arbeit, die das mechanische Langzeitverhalten hochvernetzter Kunststoffe zum Thema hat. Am Beispiel eines Epoxidharzes sol1 die Frage geklart werden, o b und wie der Vernetzungsgrad duroplastischer Werkstoffe das Nachwirkungsverhalten' beeinflufit. 0 2 6 1 2 m 360 i , , Abb. 2. EinfluD der Polymethylen-Kettenlange m aufdie Glastemperatur TB von Lekutherm X18, gehartet mit Aminen der allgemeinen Formel H 2 N C H 21mNH2 ') A.