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K. L. E. Kaiser (Ed.): QSAR in environmental toxicology – II. Dordrecht, The Netherlands, Kluwer Academic Publishers Group, 1987, 465 Seiten, 113 Abb., 90 Tab., Dfl. 220.–, ISBN 9027725551

✍ Scribed by Koch, R.


Book ID
101424018
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1988
Tongue
English
Weight
72 KB
Volume
16
Category
Article
ISSN
0323-4320

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✦ Synopsis


Obwohl sich zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, daD Konzepte zu entwickeln sind, die okonomisch und okotoxikologisch relevante Stoffeigenschaften mit molekularen Strukturen korrelieren mit dem Ziel, stoffvergleichende Analogieschlbse fur experimentell nicht untersuchte Chemikalien zu ziehen, kann heute sicher noch nicht von der QSAR als einem anerkannten methodischen Konzept der Okochemie und -toxikologie gesprochen werden. Eine Vielzahl bereits vorliegender Resultate, die durch die in dem vorliegenden Buch publizierten Referate das 2nd International Workshop on QSAR in Environmental Toxicology untersetzt und ergiinzt werden, beweisen jedoch die Brauchbarkeit und Niitzlichkeit der QSAR.

Der Schwerpunkt der Beitriige liegt nach wie vor auf der Ermittlung von Stoffverteilungsparametern, wie Verteilungskoeffizienten und Biokonzentrationsfaktoren sowie akuter Toxizitiitsdaten fiir aquatische und terrestrische Organismen. Als strukturchemisch determinierte Stoffparameter stehen Verteilungskoeffizienten Octanol/Wasser, stereochemische, elektronische und topologische Indizes im Vordergrund des Interesses. Zunehmend werden aber auch Untersuchungen zur Voraussage der biologischen Abbaubarkeit und des komplexen Verteilungmerhaltens von Chemikalien in und xwischen Umweltkompartimenten in die Betrachtungen einbezogen. Von Bedeutung sind dabei neben Stoffen kongeneiGruppen, strukturchemisch unterschiedlichen Chemikalien, neuerdings auch spurenmetalle.

Den an diesen Problemen Interessierten vermittelt das Buch eine ausgezeichnete Obersicht zu den Moglichkeiten und Grenzen der Methodik und einen Eindruck dariiber, da8 ihre Anwendungsmoglichkeiten liingst nicht ausgesch6pft sind. Die Einbeaiehung neuer Strukturparameter und neuer mathematisch-statistischer Methoden lassen bereits heute eine breitere Anwendung der QSAR erwarten, was durch eine Reihe von Beitriigen unterstrichen wird.

Hervorhebenswert ist, daB die Beitriige aufgrund der Diskussionen zu den Vortriigen redaktionell uberarbeitet wurden und damit im Hinblick auf die Schwerpunktthemen dem aktuellen Kenntnisstand der QSAR entsprechen. Ein Autoren-, Literatur-, Formel-und Sachregister sowie ein CAS-Nr-Index erleichtern die Arbeit mit dem Buch sehr wesentlich. Informationsgehalt und Darstellung sowie die Gliederung der Beitriige lassen auch dem mit der Problematik nicht direkt vertrauten Fachkollegen das Anliegen und die Anwendungsmoglichkeiten der QSAR verstiindlich erscheinen. Aufgrund des begrenzten Angebotes an Fachliteratur zur QSAR ist dem Buch ein breiter Leser-und Nutzerkreie zu wiinschen.

R. KOCR


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