Jean, R. V.: Croissance Végétale et Morphogénése. Masson, Paris 1983, XXIV, 322 S., zahlr. Abb. u. Tab., 260 F
✍ Scribed by R. Glaser
- Book ID
- 101718976
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1984
- Tongue
- English
- Weight
- 56 KB
- Volume
- 26
- Category
- Article
- ISSN
- 0323-3847
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✦ Synopsis
Die Formbildung in der Natm ist eines der erstaunlichen und gleichzeitig augenfalligsten Erscheinungen, die seit langer Zeit nicht nur Kunstler, sondern aurh Wissenschaftler beeindruckte. In der Pflanzenwelt tritt diems Phiinomen am klarsten und geometrisch am leichtesten fanbar in Erscheinung. Die vorliegende Monographie ist von einem Mathematiker geschrieben, der die ,,Phytomathematik" auf seine Fahne geschrieben hat. Der Autor geht von der sicher zu unterstreichenden Grundidee aus, daB die Molekolarbiologie weit davon entfernt ist, die Probleme der Morphogenese zii erkliiren. Er ist bemiiht, das Problem von der anderen Seite her anzugehen: Zuniichst gilt es, das Phiinomen der Pflanzengeometrie mathematisch zu erfasaen. Begriffe wie ,,Botanometrie", ,,Phyllotaxie", ,,Phytomathematik" werden gepriigt. Geometrische Begriffe zur Erfassung von Blattpositionen werden definiert und Algorithmen zur Entmicklung derselben aufgestellt. Dieser Frage ist der erste, unifangreichste Teil dieses Werkes gewidmet. Im zweiten Teil des Werkes geht es mehr urn die biophysikalischen Aspekte des Problems. Nach Darstellung einiger Grnndlagen von Diffusionsprozessen wird der Wnchstums-und Differenzierungsvorgang ale Resultat uberlagerter Diffusionsgradienten dargestellt. In diesem Lichte erscheinen die pflanzlichen Formen ale ,,eingefrorene" dissipative Strukturen.
Das Werk ist auherordentlich anregend und interessant geschrieben. In einem Vorwort unterstreicht ROBERT ROSEN (Department of Mathem., Univ. Texas) die Anfgaben und die Bedeutung dieser Forschungsrichtung. Das Buch eignet sich unmittelbar als Lehrmaterial ; dazu sind nach jednm Abschnitt Ubungsaufgaben angegeben, deren Lijsiing im Anhang erliiutert werden. Das Wcrk ist sicher fur einen breiten Leserkreis zu erupfehlen, der vom Mathematiker iiber den theoretischen Biophysiker bis hin zum Botaniker reicht. Letzterer mnB allerdings einige mathematische Vorkenntnisse mitbringen, urn den anspruchsvollen Text zu verstehen.
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