Isotopen-Markierung organischer Verbindungen durch Neutronen-Bestrahlung
✍ Scribed by Dr. Alfred P. Wolf
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1959
- Tongue
- English
- Weight
- 772 KB
- Volume
- 71
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Durch Neutronen-Bestrahlung stickstoff-haltiger oder miteinerStickstoffquellevermischter organischer Verbindungen l a R t sich eine groOe Zahl 14C-rnarkierter Stoffe darstellen, indem ,,in situ" die Reaktion l4N (n,p) 14C stattfindet. Dieses auch fur einige andere Isotope anwendbare Verfahren hat den Vorteil, die gewohnlichen Synthesewege fur isotopen-markierte organische Verbindungen zu umgehen und beim Vorhandensein entsprechender Reinigungsrnethoden groRe Mengen rnarkierten Materials zu liefern. Es ist allerdings nicht geeignet, wenn die spezifische Markierung einer einzigen Stelle oder die gleichrnaOige Markierung aller Stellen eines Molekuls gefordert wird. Einleitung 1934 beobachteten Szilard und Chalmersl), dafi das bei der Bestrahlung von Athyljodid rnit Neutronen gebildete radioaktive Jod teilweise o r g a n i s c h g e b u n d e n b l e i b t und teilweise mit Wasser e x t r a h i e r t w e r d e n k a n n . Der extrahierbare Teil erwies sich als tragerfreies lasJ, weshalb der Szilard-Chalmers-ProzeB spater zur Herstellung von lsotopen hoher spezifischer Aktivitat verwendet wurde. Die Tatsache, daB ein Teil des lasJ organisch gebunden bleibt, nutzte zuerst Reid2) zur Herstellung von C 5Hl1128 J aus. Ball, Solomon und Cooper3) versuchten mit Hilfe der Reaktion 54s (n,y) 3 5 s radioaktiv markiertes Cystin darzustellen, doch zeigten Lipp und Weige14) spater, da6 die im Cystin gefundene Radioaktivitat wahrscheinlich nur einer Verunreinigung zuzuschreiben war. uber die Markierung einer organischen Verbindung mit 14C durch Neutronenbestrahlung berichtete zum ersten Ma1 Edwards im Jahre 19495). Seither erschien eine groBe Zahl weiterer A r b e i t e r ~~-~~) uber dieses Verfahren, das auch zur Markierung organischer Verbindungen mit Tritium angewendet worden ista4-28).
Methodisches
Als N e u t r o n e n q u e l l e dient ein R e a k t o r . Zur Markierung mit 14C bestrahlen wir die stickstoff-haltige organische Substanz bei 30 f 5 OC (Wasserkiihlung) mit einem *) Nach Arbeiten, die mit Mittein der US-Atomenergie-Kommission ausgefuhrt wurden. l) L. Szilard u. T . A . Chalrners, Nature [London] 734, 462 [1934].