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Isonitrile, XVII. Addition von Rhodanwasserstoffsäure an Isonitrile

✍ Scribed by Ugi, Ivar ;Rosendahl, Friedrich Karl


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1963
Weight
126 KB
Volume
670
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Aus dem Institut fur Organische Chemie der Universitat Munchen Eingegangen am 28. Januar 1963 Aus 1 Mol. Isonitril und 2 Moll. HSCN bilden sich bei -20" in atherischer Losung 1 -Alkyl-bzw. l-Aryl-2.4-dithioxo-1.2.3.4-tetrahydro-l.3.5-triazine (11). Als Zwischenstufe werden vermutlich 1-Alkyl-bzw. 1-Aryl-4-thioxo-6-imino-1.4.5.6tetrahydro-1.3.5-thiadiazine (I) durchlaufen. Durch schonende, alkalische Hydrolyse werden die Triazin-Derivate I1 zu 1-Alkyl-bzw. 1-Aryl-dithiobiuret (111) gespalten.

Beim Versuch, die Carbonsaure-Komponente der PAss~~rN1-Reaktion4) durch Rhodanwasserstoffsaure zu ersetzen, beobachtete MEYRS), daI3 Cyclohexylisocyanid mit HSCN in atherischer Losung zu einer definierten Verbindung reagiert. Das eingehendere Studium dieser Reaktion zeigte jetzt, daI3 bei -20" in Ather ein farbloses, kristallines, thermolabiles Addukt von 2 Moll. HSCN an 1 Mol. Cyclohexylisocyanid entsteht. Dieses ,,Primarprodukt" isomerisiert beim Umkristallisieren aus Tetrahydrofuran/Benzol nahezu quantitativ zu einer gelben, stabilen Verbindung. Selbst durch Umfallen bei -20 bis 0" gelingt es nicht, die labile, farblose Verbindung rein darzustellen. Der Vergleich der IR-Spektren des farblosen ,,Primarproduktes" (I, R = Cyclohexyl) und des stabilen Endproduktes (11, R = Cyclohexyl) ergab3), dal3 es sich um Verbindungen verschiedener Konstitution handelt.


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