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Infrarotspektren von N-Acetyl-α-aminosäuren und Azlactonen

✍ Scribed by Micheel, Fritz ;Schleppinghoff, Bernhard


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1955
Tongue
English
Weight
255 KB
Volume
88
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Die zur Destillation der Aluminiumalkyle verwendete Kolonne zeigt Abbild. 24. Sie ist 80 gebaut, daB das Deatillat nirgends mit Schmiermittel in Beriihrung kommt. Die Kiihlachlange mit der Tropfspitze ist &us Kupfer, der Schlifiern, mit dem die Kiihlschlange zu drehen ist, aus Messing. Die Abnahme des Destillata erfolgt uber ein Trichterchen, in dem eine Glasperle liegt. Diese verschlieBt, durch den entatehenden Fluasigkeitsfilm gedichtet, die Abnahme fiir den Dampf. Nur die von dcr Tropfspitze fallenden 'hopfen laden zwischen der Glasperle und der Trichterinnediiche hindurch und gelangen 80 in die Vorhge. Destilliert wurde in verdiinnter Argonodcr Stickstoffatmmphiire. 114. Fritz Micheel und Bernhard Sehleppinghoff: Infrarotspektren von N-Acetyl-a-aminos~nren und Azlaetonen [Bus d e n Organisch-Chemischen Institut der Universit&t Milnster (W.)] (Eingegangen am 12. Februar 1955)

Es wurden die IR-Spektren einer groBeren Anzahl von N-Acetyla-aminosiuren aufgenommen und die Lage der fiir bestiimte Atomgruppen charakteristischen Banden festgelegt. Bei einer Reihe von a-Amin&uren und N-Acetyl-a-amin&uren finden sich Banden, die fiir ihre analytische Identfiierung gwignet sind.

Es sind in den letzten Jahren eine Reihe von Untersuchungen uber die IR-Spektren von Amiden, Aminosiiuren und Peptiden bekannt gewordenl). Dabei laasen sich wichtige charakteristische Banden bestimmten Atomgmppen zuordnen. Von H. W. Thompson2) wurde das Spektrum des N-Acetylglycyl-glycins in weiterem Rahmen diskutiert.

Untemucht d e n eine groBere Zahl von N-Acetyl-a-aminosauren und daa N-Acetyl-glycyl-glycin.

Die Aufnahmen erfolgten im IR-Spektrographen von Perkin-Elmer, Mod. 21, mit einem NaC1-fiSm8 unter Verwendung der K&umbromid-Methode*). I n den Vergleichsstrahl wurde eine parallel zum Versuche hergestellte Kaliumbromidplatte gebreitat. Ferner wurden einige Messungen zu Vergleichszwecken in Kohlenstofftetrachlorid und Chloroform ausgefiihrt.

Bei siimtlichen N-Acetyl-a-aminosauren tritt im Bereich der H-Valenzschwingungen (3700-2800 cm-1) eine scharfe Bande in der Gegend von 3350 cm-1 ad, die bei den h i e n Aminosiiuren nicht vorkommt. Sie ist der N-H-Valenzschwingung zuzuordnen 1) und findet sich auch bei monosubstituierten Amiden. Beim Tryptophan findet sich auDerdem eine um 60 cm-l nach kiirzeren Wellenliingen verschobene Bande, die der N-H-Valenzschwingung der NH-Gruppe im Ringe zuzuordnen sein diirfte. Eine Abweichung zeigt auch die N-Acetyl-glutaminskiwe, bei der neben einer Bande bei 3260 cm-l eine zweite schwiichere bei 3100 cm-l auftritt. Bei allen N-Acetyl-aminosauren fhdet sich ferner eine zweite, schwachere Bande bei 2500 cm-l, die


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