𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Infrarot- und massenspektroskopische Untersuchungen an isomeren Dischwefeldifluoriden. Hinweise auf eine Molekülverbindung aus Difluordisulfan und Thiothionylfluorid

✍ Scribed by Seel, Fritz ;Budenz, Rudolf


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1965
Tongue
English
Weight
402 KB
Volume
98
Category
Article
ISSN
0009-2940

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Infrarot-und Massenspektren der beiden isomeren Dischwefeldifluoride werden mitgeteilt. -Bei der Umwandlung von Difluordisulfan in Thiothionylfluorid entsteht zuniichst eine Molekulverbindung, welche die beiden Isomeren im Molverhiiltnis 1 : 1 enthiilt. Die Molekulverbindung ist auch durch Tempern von Thiothionylfluorid bei -50 bis -80" erhaltlich.

In vorangegangenen Abhandlungen wurde bereits dariiber berichtet, dal3 urn durch sorgfaltige Untersuchung der IR-Spektren der Nachweis der Existenz zweier isomerer Dischwefeldifluoride, FSSF, ,,Difluordisulfan" L Z ) , und SSF2, ,,Thiothionylfluorid"2-4) gelungen ist. Die genaue Kenntnis der Bildungsweisen und Bildungsbedingungen dieser Verbindungen, einige hundert IR-Spektrogramme und vor allem die schliel3liche Aufklarung zunachst sehr ratselhafter Beobachtungen gelegentlich der intensiveren Beschaftigung mit den isomeren Dischwefeldifluoriden ermoglichen es nun, zuverlassige 'Angaben uber deren Infrarot-und Massenspektrogramme zu machen und uber eine weitere neue Verbindung im System Schwefel-Fluor zu berichten.

In Tab. 1 sind die IR-Spektren von FSSF und SSFz mit dem Raman-Spektrum von Dischwefeldichlorids), ClSSCl, und dem IR-Spektrum von ThionyMuorid, OSF2, verglichen. Die Angaben zeigen, dal3 J. R. BARCELO und C. OTERO~), welche fur Dischwefeldifluorid 4 Banden bei 1331, 807, 745 und 526/cm angeben, in Wirklichkeit Thionylfuorid in Handen gehabt haben. Fur praparative Untersuchungen ist besonders wichtig, nicht nur die Schwerpunkte der Banden, sondern auch die Lage der Maxima der P-, Qund R-Zweige und die charakteristischen Bandenkonturen von FSSF und SSFz, des Umwandlungsproduktes von S2F2 und Nebenproduktes der Silberfluorid-Schwefel-Reaktion, SF4, und der Reaktionsprodukte der niederen Schwefelfluoride mit Feuchtigkeit und Glas, OSF2 und SiF4, zu kennen. Diese sind in Abbild. 1 a) bis e) zur ubersicht msammengestellt. (Beziiglich der Lagen der Absorptionsstellen von SF47), OSFz 8) und SiF49) konnen die Literaturangaben besttitigt werden.)