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Inducible Plant Proteins: Their Biochemistry and Molecular Biology. Society for Experimental Biology, Seminar Series 49. Herausgegeben von J. L. Wray. 309 Seiten, zahlr. Abb. und Tab. Cambridge University Press, Cambridge 1992. Preis: 50, - £; 89,95 US $

✍ Scribed by Böhm, H.


Book ID
102214322
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1993
Tongue
English
Weight
104 KB
Volume
37
Category
Article
ISSN
0027-769X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Dieser Band der bewahrten Reihe von Symposiumsberichten enthalt 14 Beitrage aus Laboratorien vor allem in GroBbritannien und den USA, auch aus fiinf weiteren eurqpaischen Landern und Australien. Die Autoren geben in der Regel einen zumindest orientierenden Uberblick und berichten dann iiber eigene Arbeiten. Die meisten Artikel enden mit SchluBfolgerungen, Zusammenfassung oder Ausblick. Schade, daB der Herausgeber eine solche abschlieoende Wertung nicht zur Bedingung gemacht hat. Zu jedem Beitrag gehort ein Literaturverzeichnis, das fur einige umfangreich ist, zu dem gesamten Band ein Index.

Der Titel des zugrundeliegenden Symposiums ,,Biochemistry and Molecular Biology of Inducible Enzymes and Proteins in Higher Plants" wurde wahrscheinlich auch aus logischen Griinden nicht ubernommen. Aber naturlich gibt es auBer der groBen Zahl von Proteinen mit katalytischen Eigenschaften solche, die in anderer Weise regulatorisch wirken. Zur zweiten Gruppe gehoren die Phytochelatine und ihnliche Peptide, durch deren Bildung hohere Pflanzen auf Schwermetall-StreB reagieren. Dieser ProzeB schlieBt keine Genaktivierung ein und verdeutlicht damit einen grundsatzlich wichtigen Aspekt von Induktion. Eine andere Gruppe von Nichtenzymen sind Proteine, die in bestimmten Entwicklungsphasen oder unter verschiedenen Umweltbedingungen an Promotoren binden und dadurch Transkription auslosen. Ihrer Behandlung gehen zwei Beitrage voraus, die sich ausschliel3lich mit der Reaktion hoherer Pflanzen auf die physikalischen AuBenhktoren Hitze und Kilte befassen. In diesen Zusammenhang gehoren Untersuchungen iiber Folgen von Phosphatmangel und die Auswirkung anaerober Bedingungen. Erworbene Resistenz durch Bildung von ,,pathogenesis related proteins" und die Knollchenbildung der Leguminosen geben Beispiele fur Induktion unter dem EinfluB anderer Organismen. Dagegen geht es bei der Reifung von Tomaten urn entwicklungsabhangige Prozesse. Entsprechendes gilt weitgehend fur die Ligninbildung durch Enzyme des Phenylpropanstoffwechsels. Weitere Beitrage behandeln den Antagonismus von Abscisin-und Gibberellinsaure, die Spezifitat des Crassulaceen-Saurestoffwechsels (CAM), die Regulation der Nitratreduktion und die Induzierbarkeit der Glutamin-Synthase-Gene. DaB transformierte Pflanzen und Genmanipulation in den vorgetragenen Untersuchungen eine wesentliche Rolle spielen, muB kaum gesagt werden.

Ernihrungswissenschaftler mogen die Protein-Inhibitoren von Proteasen vermissen, deren Induktion in Pflanzen durch RYAN und seine Gruppe eingehend untersucht wurde. Vielleicht gehort dieser Gegenstand zu den beiden Beitragen, deren Ausbleiben der Herausgeber eingangs beklagt. Die Darstellung ist also natiirlich nicht liickenlos, sie wirkt auch inhomogen, bietet aber ein faktenreiches, anregendes Material.

H. BOHM